Wie erwartet hat der Plan der Bundesregierung, die Einspeisetarife für Solarenergie zum 1. April abzusenken, einen kleinen PV-Boom ausgelöst. Mehr als ein Gigawatt an Solarmodulen gelangten im März neu ans Netz. Hiesige Solarunternehmen proditieren offenbar nicht: Modulherstellersteller Odersun teilte mit, dass er alle 260 Mitarbeiter entlassen werde.
Handwerker und Monteure hatten im März einiges zu tun. Nach einer vorläufigen Schätzung der Bundesnetzagentur schraubten sie innerhalb eines Monats Solaranlagen mit einer Leistung von 1150 Megawatt (MW) auf die Dächer. Zum Vergleich: Im März 2011 wurden gerade einmal 147 Megawatt an Solarenergie neu installiert. Auch in den ersten beiden Jahresmonaten 2012 waren die Zubauraten moderater. Im Januar erreichte die neu installierte Photovoltaikleistung einen Wert von 400 Megawatt, im Februar waren es 250 MW.
Dennoch fiel der Zubau geringer aus, als von Experten erwartet. Diese hatten wegen der drohenden Absenkung der Einspeisetarife zum 1. April einen Zubau von mehr als zwei Gigawatt erwartet. Vor Inkrafttreten des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit gesenkten Solartarifen am 1. Januar hatte es bereits einen PV-Boom gegeben: Allein im Dezember 2011 wurden drei Gigawatt an Solarenergie neu installiert.
Die Situation in der deutschen Solarindustrie bleibt dagegen düster. Modulhersteller Odersun aus Frankfurt (O) teilt am Donnerstag mit, dass er alle 260 Beschäftigten entlassen werde. Das insolvente Unternehmen hatte auf den Einstieg eines russischen Investors gehofft. Das Vorhaben war aber gescheitert. Noch im März hatte die Brandenburgische Landesregierung ein Millionendarlehen an das Unternehmen vergeben. Im Mai hatten außerdem die Solarunternehmen Sovello (Thalheim) und Inventux (Berlin) Insolvenz angemeldet. Die Branche leidet unter dem starken Preisverfall von Solarmodulen, ausgelößt unter anderem durch die Konkurrenz aus China.
Ein Gigawatt Solarzubau im März
Wie erwartet hat der Plan der Bundesregierung, die Einspeisetarife für Solarenergie zum 1. April abzusenken, einen kleinen PV-Boom ausgelöst. Mehr als ein Gigawatt an Solarmodulen gelangten im März neu ans Netz. Hiesige Solarunternehmen proditieren offenbar nicht: Modulherstellersteller Odersun teilte mit, dass er alle 260 Mitarbeiter entlassen werde.
Handwerker und Monteure hatten im März einiges zu tun. Nach einer vorläufigen Schätzung der Bundesnetzagentur schraubten sie innerhalb eines Monats Solaranlagen mit einer Leistung von 1150 Megawatt (MW) auf die Dächer. Zum Vergleich: Im März 2011 wurden gerade einmal 147 Megawatt an Solarenergie neu installiert. Auch in den ersten beiden Jahresmonaten 2012 waren die Zubauraten moderater. Im Januar erreichte die neu installierte Photovoltaikleistung einen Wert von 400 Megawatt, im Februar waren es 250 MW.
Dennoch fiel der Zubau geringer aus, als von Experten erwartet. Diese hatten wegen der drohenden Absenkung der Einspeisetarife zum 1. April einen Zubau von mehr als zwei Gigawatt erwartet. Vor Inkrafttreten des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit gesenkten Solartarifen am 1. Januar hatte es bereits einen PV-Boom gegeben: Allein im Dezember 2011 wurden drei Gigawatt an Solarenergie neu installiert.
Noch ist unklar, in welchem Umfang die Solartarife sinken. Der Bundesrat lehnte das Vorhaben der Bundesregierung ab, die Vergütung um bis zu 30 Prozent zu senken. Nun soll der Vermittlungsausschuss entscheiden.
Krise der deutschen Solarhersteller hält an
Die Situation in der deutschen Solarindustrie bleibt dagegen düster. Modulhersteller Odersun aus Frankfurt (O) teilt am Donnerstag mit, dass er alle 260 Beschäftigten entlassen werde. Das insolvente Unternehmen hatte auf den Einstieg eines russischen Investors gehofft. Das Vorhaben war aber gescheitert. Noch im März hatte die Brandenburgische Landesregierung ein Millionendarlehen an das Unternehmen vergeben. Im Mai hatten außerdem die Solarunternehmen Sovello (Thalheim) und Inventux (Berlin) Insolvenz angemeldet. Die Branche leidet unter dem starken Preisverfall von Solarmodulen, ausgelößt unter anderem durch die Konkurrenz aus China.