Röttgen geht, und wer fährt nach Rio?

Bundesumweltminister Röttgen hat heute seinen Hut genommen. Tatsächlich hat er seine Stärke und Glaubwürdigkeit im verlorenen NRW-Wahlkampf eingebüßt. Zwar hat sein Abgang den Vorteil, dass nun vielleicht ein durchsetzungsfähigerer Kämpfer seinen Platz einnimmt. Aber es gibt auch Schattenseiten.

Vor allem das Timing ist mieserabel gewählt. Sein Abgang kommt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Christoph Bals von Germanwatch macht in einer Pressemitteilung der Umweltorganisation darauf aufmerksam, dass die Kanzlerin Röttgen beim Erdgipfel in Rio den Vortritt lassen wollte. In diesen Wochen entscheidet sich zudem die EU-Klimapolitik der nächsten Jahre. Mitte Juni soll der europäische Umweltrat eine Vorentscheidung über das EU-Emissionsminderungsziel für 2020 liefern. Bals verweist auf die wichtige Rolle, die Röttgen in den Verhandlungen insbesondere mit seinem polnischen Kollegen gespielt hat. Folgerichtig müsste Merkel hier nun in die Bresche springen.

Ein Trackback

  1. Von News & Magazin : naanoo.com am 22. Mai 2012 um 13:01

    Merkel und Röttgen: Streit über den Rücktritt?…

    Angela Merkel (Archivbild: Bundestag / Thomas Trutschel / photothek.net) Merkel und Röttgen sollen sich heftig über den Rücktritt als Umweltminister gestritten haben. Merkel stellte Rötgen aber letztlich vor vollendete Tatsachen. Berlin – Zwische…

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