25 Prozent Erneuerbarer Strom

Die Erneuerbaren deckten im ersten Halbjahr ein Viertel des deutschen Strombedarfs ab. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Steigerung um vier Prozent. Der Windstromanteil lag bei über neun Prozent. Photovoltaik konnte seinen Beitrag um 47 Prozent steigern.

Ein Rekordjahr für die Erneuerbaren Energien in Deutschland.

Und hier die Zahlen: 67,9 Milliarden Kilowattstunden (erstes Halbjahr 2011: 56,4)

    Windenergie 24,9 Mrd. kWh (9,2%)
    Biomasse 15,3 Mrd. kWh (5,7%)
    Wasserkraft 10,8 Mrd. kWh (4,0%)
    Photovoltaik 14,4 Mrd. kWh (5,3%) -> +46,9% gegenüber Vorjahr
    Müll** und sonstige
    Erneuerbare Energien 2,5 Mrd. kWh (0,9%)

    zusammen 67,9 Mrd. kWh (25,1%)

26 Kommentare zu "25 Prozent Erneuerbarer Strom":

  1. 10622
    TJD · 27. Juli 2012 - 14:25 Uhr · Permalink

    Der erste Satz ist seiner Zeit ca. 2 Jahre vorraus ;)
    Wie unten richtig angegeben deckten die Erneuerbaren ein Viertel (25%) des Strombedarfs…

    • Jürgen Heup · 30. Juli 2012 - 10:30 Uhr · Permalink

      Danke für die Korrektur. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Aber zwei Jahre bis zum Drittel EE-Strom? ;-)

      • TJD · 31. Juli 2012 - 09:39 Uhr · Permalink

        Naja ich denke das liegt zu mindest im Bereich des Möglichen.
        Das hängt meiner Meinung nach von 2 wichtigen Faktoren ab:
        Zum einen ist die frage wie viele Offshore Windparks in den nächsten 2 Jahren ans Netz gehen.
        Zum anderen hängt es am Preis von Akkus um den PV Eigenverbrauch zu erhöhen.
        Ein dritter aber vielleicht nicht ganz so wichtiger Punkt ist die steuerliche Behandlung von direktem PV-Stromverkauf an Mieter, da soll sich ja in naher Zukunft auch etwas bewegen.
        Der wichtigste Punkt, der mich zu der Annahme veranlasst hat, ist aber das die Prognosen der letzten Jahre für den EE-Ausbau den Fortschritt immer unterschätzt haben.

        P.S. Weiter so mit dem Blog! Schaue hier immer wieder gern vorbei!

  2. 10639
    Ruedi · 28. Juli 2012 - 09:06 Uhr · Permalink

    Fürs Gesamtjahr kann man dann wohl 24% erwarten wenn man vom Verlauf des Vorjahrs ausgeht. Da bin ich mal gespannt wie die Anteile der fossilen Stromerzeuger sind, vermutlich liegen die EE schon jetzt vor der Braunkohle.
    Der PV-Zubau soll im 1. Halbjahr schon bei 7 GW liegen wenn das stimmt? Ab November wird die Förderung dann monatlich um fast 3% sinken. Dabei erhalten große Anlagen schon jetzt nur 13 Cent/kwh, der Eigenverbrauch wird sich immer mehr lohnen und die EEG-Umlage wird immer seltener in Anspruch genommen.

  3. 10643
    Fritz Brause · 28. Juli 2012 - 11:10 Uhr · Permalink

    Bei Differenzkosten von rund 31 Ct/kWh für PV-Strom resultieren aus 14,4 Mrd. kWh für das erste Halbjahr Mehrkosten (Subventionszahlungen) für die deutschen Endkunden von rund 4,5 Mrd. €, bei Windenergie mit Differenzkosten von rund 5 Ct/kWh sind es weitere 1,2 Mrd. € an Mehrkosten, bei Biomasse mit Differenzkosten von rund 12 Ct/kWh weitere 1,8 Mrd. € an Mehrkosten … also haben wir in einem halben Jahr schon Mehrkosten von 7,5 Mrd. € erzeugt … das ist ja ein richtiges Schnäppchen. Bravo Deutschland!

  4. 10649
    Ruedi · 28. Juli 2012 - 20:53 Uhr · Permalink

    Auch gespannt bin ich auf die Einsparungen bei den Brennstoffimporten dank EE für 2012.
    Schon 2011 waren es 11 Mrd Euro plus 9 Mrd Euro für vermiedene Umweltkosten.
    Wenn man die Kosten für EE abzieht bleibt da ein ganz schönes Sümmchen übrig.
    Das hilft der dt. Wirtschaft denn das Geld verbleibt größtenteils in Dtl u. schafft weitere Arbeitsplätze während das für die fossilen Brennstoffe unwiderbringlich ins Ausland abfließt.
    Deutschland gehört eben zu den cleveren Staaten, trotz der derzeitigen Regierung.

  5. 10652
    Fritz Brause · 28. Juli 2012 - 23:36 Uhr · Permalink

    Wirklich Einsparungen in Milliardenhöhe, Rudi? Werfen Sie einen Blick auf die Import-Export-Energiekostenbilanz Deutschlands: vom jährlichen Gesamtsaldo für alle Energieträger (d.h. Kosten für Importe abzüglich Erlöse für Exporte), von etwa 70 Mrd. € entfallen rund zwei Drittel auf Öl, das hierzulande aber nicht in der Stromerzeugung eingesetzt wird, ein kleiner einstelliger Milliardenbetrag auf Importkohle und 20 Mrd. € auf Erdgas. Nun bin ich allerdings verblüfft: Ist Erdgas nicht verstärkt zum Ausgleich der fluktuierenden Stromeinspeisungen aus erneuerbaren Energien Wie Wind und Sonne vorgesehen? Was passiert mit dem Verbrauch und den Importen, wenn Erdgas künftig verstärkt in Gaskraftwerken verstromt werden muss? Wohin werden sich die Importkosten für Erdgas insgesamt entwickeln, Rudi?

    Zum Thema Umweltkosten gibt es auch Fragen: Haben Sie die Kosten der Umweltschäden durch Photovoltaik auch berücksichtigt? Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet verursachen PV-Zellen spezifische Emissionen von deutlich mehr als 100 g CO2 pro kWh PV-Strom und damit CO2-Emissionen in der Größenordnung von Gaskraftwerken. Sind die daraus resultierenden externen Kosten in Ihren Angaben berücksichtigt?

  6. 10653
    Fritz Brause · 29. Juli 2012 - 00:14 Uhr · Permalink

    Plausibilitätsprüfung: Beim aktuellen Grenzübergangspreis für Erdgas von rund 3 Ct/kWh und einem mittleren elektrischen Wirkungsgrad (Gaskraftwerk) von 50 % würde für die Stromproduktion von 140 TWh Erdgas im Wert von rund 8 Mrd. € benötigt. Bei Importkohle (1,5 Ct/kWh) wäre nur von gut der Hälfte zu sprechen. Ihr Zahlenwert von 11 Mrd. € ist deutlich zu hoch angesetzt, Rudi.

  7. 10658
    Ruedi · 29. Juli 2012 - 09:33 Uhr · Permalink

    Ach Brause, die Zahlen wurden korrekt errechnet. Wir hatten in der Vergangenheit schon 84 Mrd Euro an Brennstoffimporten zu zahlen. Man merkt also schon die Fortschritte.

    Erdgas wird dank EE immer weniger für die Stromerzeugung verwendet Brause. Aber wenn Sie sich auch nur irgendwo auskennen würden würden Sie das anhand der reellen Zahlen der AGEB sehen. Nicht umsonst sollen bestehende Gaskraftwerke stillgelegt werden weil sie immer seltener benötigt u. deshalb unrentabel werden.
    Thema CO2: So hat Windstrom mit nur 24 g CO2/kwh weniger CO2 Ausstoß als Wasserkraft mit 40 g und Solarstrom mit 101 g immerhin noch weniger als GuD-Heizkraftwerke die 150g/GuD-Kraftwerke die 428g oder Atomstrom der 160g CO2/kwh ausstößt.
    Das Gaskraftwerk das 100g CO2/kwh erreicht sollten Sie mal nennen Sie Oberwitzbold! Wo stehts denn? In Ihrem Märchenfantasieland?
    Nochmal blamiert sich Bause mit der Stromerzeugung aus Erdgas denn 2011 wurden nur 84 TWh Strom erzeugt. Macht es ihnen denn Spaß sich hier zu blamieren und als wissensfrei darzustllen?
    Demnächst kommen Sie noch mit der Milchmädchenrechnung von 100 Mrd Euro Subventionen für PV?! Dann aber bitte mit links zur Berechnung u. den angenommenen Zinssätzen u. Strompreisen fürs jeweilige Jahr.

    • Fritz Brause · 29. Juli 2012 - 22:01 Uhr · Permalink

      Ach Rudi … Sie sorgen schon wieder für kopfschüttelndes Staunen. Hier ein paar Anmerkungen zu Ihrem Post:

      1.) Die jährlichen Energieimportkosten Deutschlands werden wesentlich durch die Preisentwicklungen am Weltmarkt, die Konjunktur und das Wetter (Temperatur, Heizperiode) beeinflusst. Daher gab es in den letzten Jahren natürlich Schwankungen der Nettoenergieimportkosten (Saldo aus Importkosten und Exporterlösen):

      Jahr Nettoenergieimportkosten
      2008 82 Mrd. €
      2009 57 Mrd. €
      2010 71 Mrd. €
      2011 87 Mrd. €

      Die von Ihnen eingebrachte Behauptung, die Fortschritte (preissenkende Effekte durch erneuerbare Energien) wären schon erkennbar, da die Kosten schon einmal bei 84 Mrd. € gelegen hätten, beruhen bei einem Blick auf die obige Zahlenreihe ja dann doch wohl eher auf Hoffnungen als Fakten, Rudi. Netter Versuch … misslungen!

      2.) Professor Georg Erdmann vom Institut für Energiewirtschaft der TU Berlin beziffert den aus den EEG-Strommengen resultierenden preisdämpfenden Effekt durch die verringerte Nachfrage nach Fossilbrennstoffen am Weltmarkt für Deutschland im Jahr 2010 auf rund 100 Mio. €. Um diesen Wert wurden die Kosten für die importierten Primärenergieträger also verringert. Er führt ferner aus, dass durch EEG-Strom im Jahr 2010 folgende Primärenergieträger verdrängt wurden: 168 TWh Steinkohle (70 %), 54 TWh Braunkohle (20%) und 21 TWh Erdgas (10 %). Da Braunkohle ein heimischer Primärenergieträger ist, also nicht importiert werden muss, ergeben sich für das Jahr 2010 bei jahresdurchschnittlichen Grenzübergangspreisen von 1,0 Ct/kWh (85 €/t SKE) für Kraftwerkskohle und 2,1 Ct/kWh (5726 €/TJ) für Erdgas volkswirtschaftliche Kosteneinsparungen durch vermiedene Energieimporte von insgesamt rund 2,1 Mrd. €, von denen 1,7 Mrd. € auf Kraftwerkskohlenimporte entfallen und 0,4 Mrd. € auf Erdgasimporte. Diese Zahlen bestätigen meine vorherige Grobabschätzung und das volkswirtschaftliche Fiasko der erneuerbaren Energien noch umso mehr. Die von Ihnen genannten “Mondzahlen” stammen ganz offensichtlich von interessengeleiteten Ökolobby-Gruppierungen. Ihre Anmerkungen waren es wert, solchen Behauptungen noch einmal generell nachzugehen. Danke dafür!

      3.) Sie behaupten, es würde immer weniger Erdgas in der Stromerzeugung eingesetzt. Hier die AGEB-Zahlenreihe für die Bruttostromerzeugung aus Erdgas:

      Jahr Bruttostromerzeugung aus Erdgas
      2000 49 TWh

      2005 71 TWh

      2008 87 TWh
      2009 79 TWh
      2010 87 TWh
      2011 84 TWh

      Und aus dieser Zahlenreihe leiten Sie ab, Erdgas werde dank erneuerbarer Energien immer weniger für die Stromerzeugung verwendet? Das ist aber eine briliante Schlussfolgerung, Rudi … :-)

      4.) Zum Thema Klimaschutz und spezifische Emissionen: Sie haben meine Frage nach Berücksichtigung der Emissionen der schon in Deutschland installierten PV-Module nicht beantwortet, sondern lediglich behauptet, die Zahlen seien korrekt. Dies ist recht dürftig, Rudi, oder?

      Wissen Sie nicht, dass ein Großteil der hierzulande installierten PV-Module inzwischen aus China stammt, und dass die dortige Stromversorgung im Wesentlichen auf Kohleverstromung basiert? Die Emissionen aus der Herstelung dieser PV-Module wurden also schon verursacht. Insofern ist es zwar schön, dass es jetzt angeblich gelungen sein soll, die spezifischen Emissionen neuer PV-Module auf 60 g CO2 pro kWh abgesenkt zu haben. Im Vergleich etwa zu Werten für Kernkraftwerke in den westeuropäischen Ländern von 10 bis 30 g CO2 pro kWh sind die besagten niedrigen PV-Werte, sofern sie korrekt ermittelt wurden, immer noch beträchtlich hoch, denn immerhin wird von Ökogläubigen häufig behauptet, PV-Module seien emissionsfrei. Diese Behauptung würde stimmen, wenn die Stromversorgung im Herstellungsland komplett emissionsfrei wäre. Dies ist leider nicht der Fall.

      5.) Die erfreulich niedrigen spezifischen Emissionswerte für Windenergie bekräftigen mein bereits vorgebrachtes Argument: Windenergie ist nicht nur ökonomisch günstiger, sondern auch ökologisch vorteilhafter. Dies wirft umso mehr die Frage auf, wieso an den viel zu hohen Subventionszahlungen für die Photovoltaik weiter festgehalten wird. Dann doch lieber “ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende”.

      6.) Zu Ihrer Einlassung “Märchenfantasieland” habe ich folgenden Hinweis für Sie, Rudi. Falls Sie nicht nur lesen, sondern Gelesenes auch verstehen können – ich sprach davon, dass PV-Zellen spezifische Emissionen in der Größenordnung von Gaskraftwerken verursachen. Sagt Ihnen der Begriff der “Größenordnung” denn gar nichts?

      7.) Zum Thema “Blamieren” spiele ich den Schwarzen Peter an Sie zurück, Rudi. Wissen Sie, was der Begriff Wirkungsgrad oder Nutzungsgrad bedeutet und was Primärenergie von Sekundärenergie unterscheidet?

      Ganz offensichtlich nicht, denn wenn Sie sich mit diesen Begriffen auskennen würden, hätten Sie gewusst, dass es sich bei Erdgas um Primärenergie handelt und bei Strom um Sekundärenergie. Für die Erzeugung einer bestimmten Strommenge (Sekundärenergie) benötigte ich Primärenergie (im hier betrachteten Fall ging es um Erdgas). Die bei der Umwandlung der Primärenergie in Sekundärenergie auftretenden Verluste sind im Wirkungsgrad (Nutzungsgrad) berücksichtigt, der das Verhältnis von Nutzen (Strom) zu Aufwand (Erdgas) beschreibt. Da ich diesen für ein Gaskraftwerk vereinfachend mit 50 % angenommen hatte, sind zur Erzeugung von 70 TWh Strom eben 140 TWh Erdgas erforderlich. Ist das so für Sie verständlicher, Rudi?

      8.) Die Höhe der in den nächsten beiden Jahrzehnten noch abzuzahlenden “Solarschulden” aufgrund der hierzulande bereits installierten PV-Module sind hinreichend bekannt, diskutiert und liegen inzwischen bei mehr als 110 Mrd. € in heutigem Geldwert, von denen erst rund 15 bis 20 Mrd. € abbezahlt sind.

      Hier ein paar Links zu lesenswerten Artikeln, für Sie als Ökogläubiger vermutlich keine leichte Kost:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-studie-solarausbau-kostet-deutschland-mehr-als-110-milliarden-euro-11821043.html

      http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13451001/Der-grosse-Schwindel-mit-der-Solarenergie.html

      http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001138

      Viel Spaß beim Lesen … :-)

    • Fritz Brause · 30. Juli 2012 - 12:07 Uhr · Permalink

      Ach Rudi … Sie sorgen für kopfschüttelndes Staunen. Hier ein paar Anmerkungen zu Ihrem Post:

      1.) Die jährlichen Energieimportkosten Deutschlands werden wesentlich durch die Preisentwicklungen am Weltmarkt, die Konjunktur und das Wetter (Temperatur, Heizperiode) beeinflusst. Daher gab es in den letzten Jahren natürlich Schwankungen der Nettoenergieimportkosten (Saldo aus Importkosten und Exporterlösen):

      Jahr Nettoenergieimportkosten
      2008 82 Mrd. €
      2009 57 Mrd. €
      2010 71 Mrd. €
      2011 87 Mrd. €

      Die von Ihnen eingebrachte Behauptung, die Fortschritte (preissenkende Effekte durch erneuerbare Energien) wären schon erkennbar, da die Kosten schon einmal bei 84 Mrd. € gelegen hätten, beruhen bei einem Blick auf die obige Zahlenreihe ja dann doch wohl eher auf Hoffnungen als Fakten, Rudi. Netter Versuch … misslungen!

      2.) Sie behaupten, es würde immer weniger Erdgas in der Stromerzeugung eingesetzt. Hier die AGEB-Zahlenreihe für die Bruttostromerzeugung aus Erdgas:

      Jahr Bruttostromerzeugung aus Erdgas
      2000 49 TWh

      2005 71 TWh

      2008 87 TWh
      2009 79 TWh
      2010 87 TWh
      2011 84 TWh

      Und aus dieser Zahlenreihe leiten Sie ab, Erdgas werde dank erneuerbarer Energien immer weniger für die Stromerzeugung verwendet? Das ist ja eine geradezu briliante Schlussfolgerung, Rudi.

      3.) Zum Thema Klimaschutz und spezifische Emissionen: Sie haben meine Frage nach Berücksichtigung der Emissionen der schon in Deutschland installierten PV-Module nicht beantwortet, sondern lediglich behauptet, die Zahlen seien korrekt. Dies ist recht dürftig, Rudi, oder?

      Wissen Sie nicht, dass ein Großteil der hierzulande installierten PV-Module inzwischen aus China stammt, und dass die dortige Stromversorgung im Wesentlichen auf Kohleverstromung basiert? Die Emissionen aus der Herstelung dieser PV-Module wurden also schon verursacht. Insofern ist es zwar schön, dass es gelungen sein soll, die spezifischen Emissionen neuer PV-Module auf 60 g CO2 pro kWh abgesenkt zu haben. Im Vergleich etwa zu Werten für Kernkraftwerke in westeuropäischen Ländern von 10 g CO2 pro kWh wie der Schweiz sind die besagten niedrigen PV-Werte, sofern sie korrekt ermittelt wurden, immer noch recht hoch, denn immerhin wird ja häufig allgemein behauptet, PV-Module seien naturgemäß emissionsfrei. Diese allgemeine Behauptung würde zutreffen, wenn die Stromversorgung im Herstellungsland komplett emissionsfrei wäre. Dies ist nicht der Fall.

      4.) Die spezifischen Emissionswerte für Windenergie bekräftigen mein bereits vorgebrachtes Argument: Windenergie ist nicht nur ökonomisch günstiger, sondern auch ökologisch vorteilhafter. Dies wirft umso mehr die Frage auf, wieso an den viel zu hohen Subventionszahlungen für die Photovoltaik weiter festgehalten wird. Dann doch lieber für die derzeitige EEG-Förderung “ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende”. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft stellt hierzu übrigens fest, dass die Gültigkeit der Lernkurve, eine wesentliche Motivation für das EEG, für die Zukunft wenig wahrscheinlich ist, da die Technologieentwicklung zunehmend an physikalische Grenzen stoße. Es müssten daher neue Wege eingeschlagen werden. Deshalb sollten besser die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen intensiviert
      werden, die Technologiesprünge ermöglichen – Ansätze dazu seien vorhanden.

      … Fortsetzung folgt

      • Fritz Brause · 30. Juli 2012 - 12:09 Uhr · Permalink

        5.) Zu Ihrer Einlassung “Märchenfantasieland” habe ich folgenden Hinweis für Sie, Rudi. Falls Sie nicht nur lesen, sondern Gelesenes auch verstehen können – ich sprach davon, dass PV-Zellen spezifische Emissionen in der Größenordnung von Gaskraftwerken verursachen. Sagt Ihnen der Begriff der “Größenordnung” denn gar nichts?

        6.) Beim “Blamieren” spiele ich den Schwarzen Peter an Sie zurück, Rudi. Wissen Sie, was der Begriff Wirkungsgrad oder Nutzungsgrad bedeutet und was Primärenergie von Sekundärenergie unterscheidet? Ganz offensichtlich nicht, denn wenn Sie sich mit diesen Begriffen auskennen würden, hätten Sie gewusst, dass es sich bei Erdgas um Primärenergie handelt und bei Strom um Sekundärenergie. Für die Erzeugung einer bestimmten Strommenge (Sekundärenergie) benötigte ich Primärenergie (im hier betrachteten Fall ging es um Erdgas). Die bei der Umwandlung der Primärenergie in Sekundärenergie auftretenden Verluste sind im Wirkungsgrad (Nutzungsgrad) berücksichtigt, der das Verhältnis von Nutzen (Strom) zu Aufwand (Erdgas) beschreibt. Da ich diesen für ein Gaskraftwerk vereinfachend mit 50 % angenommen hatte, sind zur Erzeugung von 70 TWh Strom eben 140 TWh Erdgas erforderlich. Ist das so für Sie verständlicher, Rudi?

        Auf Ihren Hinweis hin habe ich mich weiter mit der Frage der Energieimportkosten Deutschlands und möglicher Einflüsse der erneuerbaren Energien befasst. Professor Georg Erdmann vom Institut für Energiewirtschaft der TU Berlin beziffert den aus den EEG-Strommengen resultierenden preisdämpfenden Effekt durch die verringerte Nachfrage nach Fossilbrennstoffen am Weltmarkt für Deutschland im Jahr 2010 auf rund 100 Mio. €. Um diesen Wert wurden die Kosten für die importierten Primärenergieträger also verringert.

        Er führt ferner aus, dass durch EEG-Strom im Jahr 2010 folgende Primärenergieträger verdrängt wurden: 168 TWh Steinkohle (70 %), 54 TWh Braunkohle (20%) und 21 TWh Erdgas (10 %).

        Da Braunkohle ein heimischer Primärenergieträger ist, also nicht importiert werden muss, ergeben sich für das Jahr 2010 bei jahresdurchschnittlichen Grenzübergangspreisen von 1,0 Ct/kWh (85 €/t SKE) für Kraftwerkskohle und 2,1 Ct/kWh (5726 €/TJ) für Erdgas volkswirtschaftliche Kosteneinsparungen durch vermiedene Energieimporte von insgesamt rund 2,1 Mrd. €, von denen 1,7 Mrd. € auf Kraftwerkskohlenimporte entfallen und 0,4 Mrd. € auf Erdgasimporte.

        Diese Zahlen bestätigen meine vorherige grob Abschätzung sogar noch in negativer Hinsicht. Die von Ihnen genannten “Mondzahlen” stammen ganz offensichtlich von interessengeleiteten Ökolobby-Gruppierungen. Ihre Anmerkungen waren es wert, solchen Behauptungen noch einmal generell nachzugehen. Danke dafür!

        7.) Die Höhe der in den nächsten beiden Jahrzehnten noch abzuzahlenden “Solarschulden” aufgrund der hierzulande bereits installierten PV-Module sind hinreichend bekannt, diskutiert und liegen inzwischen bei mehr als 110 Mrd. € in heutigem Geldwert, von denen erst rund 15 bis 20 Mrd. € abbezahlt sind.

        Hier ein paar Links zu lesenswerten Artikeln, für Sie als Ökogläubiger vermutlich keine leichte Kost:

        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-studie-solarausbau-kostet-deutschland-mehr-als-110-milliarden-euro-11821043.html

        http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13451001/Der-grosse-Schwindel-mit-der-Solarenergie.html

        http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001138

        Viel Spaß beim Lesen … :-)

    • Fritz Brause · 30. Juli 2012 - 13:52 Uhr · Permalink

      Fortsetzung

      5.) Zu Ihrer Einlassung “Märchenfantasieland” habe ich folgenden Hinweis für Sie, Rudi. Falls Sie nicht nur lesen, sondern Gelesenes auch verstehen können – ich sprach davon, dass PV-Zellen spezifische Emissionen in der Größenordnung von Gaskraftwerken verursachen. Sagt Ihnen der Begriff der “Größenordnung” denn gar nichts?

      6.) Beim “Blamieren” spiele ich den Schwarzen Peter an Sie zurück, Rudi. Wissen Sie, was der Begriff Wirkungsgrad oder Nutzungsgrad bedeutet und was Primärenergie von Sekundärenergie unterscheidet? Wenn Sie sich mit diesen Begriffen auskennen würden, hätten Sie gewusst, dass es sich bei Erdgas um Primärenergie handelt und bei Strom um Sekundärenergie.

      Für die Erzeugung einer bestimmten Strommenge (Sekundärenergie) benötigte ich Primärenergie (im hier betrachteten Fall ging es um Erdgas). Die bei der Umwandlung der Primärenergie in Sekundärenergie auftretenden Verluste sind im Wirkungsgrad (Nutzungsgrad) berücksichtigt, der das Verhältnis von Nutzen (Strom) zu Aufwand (Erdgas) beschreibt. Da ich diesen für ein Gaskraftwerk vereinfachend mit 50 % angenommen hatte, sind zur Erzeugung von 70 TWh Strom eben 140 TWh Erdgas erforderlich. Ist das so für Sie verständlicher, Rudi?

      Auf Ihren Hinweis hin habe ich mich weiter mit der Frage der Energieimportkosten Deutschlands und möglicher Einflüsse der erneuerbaren Energien befasst. Professor Georg Erdmann vom Institut für Energiewirtschaft der TU Berlin beziffert den aus den EEG-Strommengen resultierenden preisdämpfenden Effekt durch die verringerte Nachfrage nach Fossilbrennstoffen am Weltmarkt für Deutschland im Jahr 2010 auf rund 100 Mio. €. Um diesen Wert wurden die Kosten für die importierten Primärenergieträger also verringert.

      Er führt ferner aus, dass durch EEG-Strom im Jahr 2010 folgende Primärenergieträger verdrängt wurden: 168 TWh Steinkohle (70 %), 54 TWh Braunkohle (20%) und 21 TWh Erdgas (10 %).

      Da Braunkohle ein heimischer Primärenergieträger ist, also nicht importiert werden muss, ergeben sich für das Jahr 2010 bei jahresdurchschnittlichen Grenzübergangspreisen von 1,0 Ct/kWh (85 €/t SKE) für Kraftwerkskohle und 2,1 Ct/kWh (5726 €/TJ) für Erdgas volkswirtschaftliche Kosteneinsparungen durch vermiedene Energieimporte von insgesamt rund 2,1 Mrd. €, von denen 1,7 Mrd. € auf Kraftwerkskohlenimporte entfallen und 0,4 Mrd. € auf Erdgasimporte.

      Diese Zahlen bestätigen meine vorherige grob Abschätzung sogar noch in negativer Hinsicht. Die von Ihnen genannten “Mondzahlen” stammen ganz offensichtlich von interessengeleiteten Ökolobby-Gruppierungen. Ihre Anmerkungen waren es wert, solchen Behauptungen noch einmal generell nachzugehen. Danke dafür!

      • Rainer Michel · 2. August 2012 - 08:42 Uhr · Permalink

        Trolle sollte man einfach nicht beachten. Aber ihre Angaben zu CO2/kwh sind tatsächlich geradezu absurd.
        Welches Gaskraftwerk hat denn nun einen Ausstoß von 100 g je kwh??

        Atomstrom wird dagegen bald bei 270 g CO2/kwh liegen.

        Die der PV-Produktion ist dagegen zu vernachlässigen denn selbst chinesische Module nutzen auch deutsches Silizium u. daher auch die dt. Emissionen. Das Spezialglas übrigens oft auch.
        Module insgesamt tragen auch nur zur Hälfte der CO2 Emissionen bei u. Wechselrichter sowie Montagesystem usw. kommt alles aus Deutschland.

        Aber trollen Sie nur weiter Brause, mit irgendwas müssen sich Rentner ja beschäftigen.

        • Fritz Brause · 3. August 2012 - 09:14 Uhr · Permalink

          Sagt auch Ihnen der Begriff der Größenordnung gar nichts?

        • Michael Voigt · 3. August 2012 - 10:39 Uhr · Permalink

          Faktencheck: Dr. Rolf Frischnecht, ehemaliger Mitarbeiter des Paul Scherrer Institutes (PSI) und Träger des ABB-Forschungspreises “Energietechnik”, der ihm für das an der ETH Zürich entwickelte Ökobilanz-Nachschlagewerk “Ökoinventare von Energiesystemen” verliehen wurde, hat für PV-Technologie 2011 spezifische Emissionen von 35 bis 80 g CO2/kWh errechnet und erst vor kurzem (März 2012) dazu vorgetragen. Der höhere Wert gilt für PV-Module aus China, der niedrigere für PV-Module aus Europa.

          Die Behauptung vom Michel, die Emissionen der PV-Produktion seien vernachlässigter, stammen aus dem Reich der Öko-Märchen und Fabeln … selten so gelacht.

        • Michael Voigt · 3. August 2012 - 11:06 Uhr · Permalink

          Faktencheck: Für das Kernkraftwerk Beznau in der Schweiz wurde 2008 eine zertifizierte Ökobilanzierung durchgeführt. Das Ergebnis haben die selbsternannten Fachleute von “Grünfrieden” damals von 3 auf 6 g CO2/kWh korrigiert. Wie der Michel von einem solchen Wert auf 270 g CO2/kWh kommt (dieser Wert liegt definitiv nicht mehr in der gleichen Größenordnung), bleibt sein großes Ökogeheimnis … selten so gelacht.

      • Fritz Brause · 3. August 2012 - 10:00 Uhr · Permalink

        Abschließender Nachtrag

        7.) Die Höhe der in den nächsten beiden Jahrzehnten noch abzuzahlenden “Solarschulden” aufgrund der hierzulande bereits installierten PV-Module sind doch längst hinreichend bekannt und ausführlich diskutiert, Rudi. Selbst das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie hat inzwischen einräumen müssen, dass die Berechnungen von Professor Manuel Frondel vom RWI Essen korrekt sind. Der bis heute aufgelaufene Gesamtbetrag an Solarschulden liegt inzwischen bei mehr als 110 Mrd. € in heutigem Geldwert, von denen bislang erst etwa 20 % abbezahlt sind.

        Ihre Nebelkerze, die zukünftigen Inflationsraten und Strompreise müssten aber doch genau bekannt sein, ist verständlich, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass das volkswirtschaftliche Fiasko der Photovoltaik-Förderung mit dem EEG nach heutigem Muster selbst mit den für die Berechnungen unterstellten Durchschnittswerten für Preissteigerungsraten in den künftigen Jahre mehr als deutlich wird.

        Lustigerweise hat selbst Professor Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und sicherlich nicht im Verdacht stehend, erneuerbare Energien zu benachteiligen, kürzlich in der FAZ in Frage gestellt, ob das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in der gegenwärtigen Form mittelfristig das richtige Instrument zum Ausbau der erneuerbaren Energien sei. Hört, hört … es geschehen noch Zeichen und Wunder.

        Geben Sie zur besseren Hintergrundinformation doch einfach mal Folgendes bei Google ein:

        1.) Solarausbau kostet Deutschland mehr als 110 Milliarden Euro.
        2.) Die Energiewende – ein aussichtsloses Projekt.
        3.) Der große Schwindel mit der Solarenergie.

        Sie erhalten unter den Treffern Links zu lesenswerten Artikeln, für Sie allerdings vermutlich schwere Kost, da Ihre Ökoträumereien wohl recht schnell wie Seifenblasen zerplatzen …

        Viel Spaß beim Lesen …

    • Fritz Brause · 30. Juli 2012 - 17:01 Uhr · Permalink

      Abschließender Nachtrag

      7.) Die Höhe der in den nächsten beiden Jahrzehnten noch abzuzahlenden “Solarschulden” aufgrund der hierzulande bereits installierten PV-Module sind hinreichend bekannt, diskutiert und liegen inzwischen bei mehr als 110 Mrd. € in heutigem Geldwert, von denen bislang erst etwa 20 % abbezahlt sind.

      Hier ein paar Links zu lesenswerten Artikeln:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-studie-solarausbau-kostet-deutschland-mehr-als-110-milliarden-euro-11821043.html

      http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13451001/Der-grosse-Schwindel-mit-der-Solarenergie.html

      http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001138

      Viel Spaß beim Lesen … :-)

  8. 10659
    Ruedi · 29. Juli 2012 - 09:47 Uhr · Permalink

    Übrigens lese ich gerade daß aktuelle Solarstromanlagen auf 60 g CO2/kwh kommen. Kein Wunder denn die Siliziumschicht wird immer dünner u. der dazu nötige Energieaufwand wird mit immer höheren Anteilen an EE-Strom hergestellt.

  9. 10674
    Michael Voigt · 30. Juli 2012 - 08:50 Uhr · Permalink

    Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Freiburg, das nicht im Verdacht steht, die Photovoltaik zu benachteiligen, hat die Kosteneinsparung durch vermiedene Energieimporte nach Deutschland im Oktober 2011 auf rund 2,5 Mrd. € beziffert.

    • Rainer Michel · 2. August 2012 - 08:37 Uhr · Permalink

      Die Zahlen von 11 Mrd € für das gesamte Jahr 2011 (nicht nur für Oktober) Einsparung durch EE sind vielfach in der Presse genannt worden. Auch die 9 Mrd € an vermiedenen Umweltkosten – zusammen also 20 Mrd €.
      Daher verstehe ich die Diskussion hier nicht. Die Zahlen zu den substituierten Brennstoffen u. deren Werte findet man hier:
      http://www.bee-ev.de/_downloads/presse/2012/120206_BEE-Uebersicht_EE-Jahreszahlen-2011.pdf

      Diesem Troll Brause scheint hier nicht klar zu sein daß Primärenergie nicht viel aussagt. Wenn ein Braunkohlekraftwerk mit 60% Wirkungsgrad Fluß u. Wolken aufheizt nützt das Keinem-im Gegenteil!

      • Michael Voigt · 3. August 2012 - 00:36 Uhr · Permalink

        Wer lesen und verstehen kann, ist klar im Vorteil. Das Fraunhofer ISE hat im Oktober 2011 vermeldet, dass die Kosteneinsparung durch vermiedene Energieimporte nach Deutschland im Bereich der Stromversorgung rund 2,5 Mrd. € beträgt.

        Ein Blick auf die vom Michel zitierte Quelle zeigt übrigens sofort, dass die besagten 11 Mrd. € sich auf die Sektoren “Strom”, “Wärme” und “Kraftstoffe” insgesamt beziehen. Hier wurde über Kosteneinsparungen durch vermiedene Energieimporte für die Stromerzeugung gesprochen … also besser erst denken, dann brüllen.

        Der vom Bundesverband BEE genannte Zahlenwert für den Sektor “Strom” von 4,7 Mrd. € ist um 1,2 Mrd. € zu hoch. Ferner werden die externen Kosten der Photovoltaik und der Windenergie von zusammen immerhin rund 150 Mio. € nicht erwähnt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

        • A. Berger · 5. August 2012 - 21:15 Uhr · Permalink

          Wenn ich hier das so lese über die 11 Mrd so ist doch von Anfang an die Rede gewesen 11 Mrd Einsparungen dank EE. Diese Aussage ist also korrekt, denn es hieß nicht “EE-Strom”. Lesen sollte man schon können wenn man nicht mal diese Rechnung des BEE kennt.

          Die Zahlen zu 270g CO2 habe ich auch schon gehört. Diese stammen vom niederländischen WISE-Institut u. gehen auschl. von neuen Minen aus die nur noch geringe Urangehalte im Erz haben.
          Auf Werte von 10-30g Co2 bei Atomstrom zu kommen geht nur wenn man fiktiv nur Uran aus der Abrüstung rechnet wo der Förderaufwand unberücksichtigt bleibt.
          160 g CO2 sind allerdings korrekt für den heutigen Mix der Uranminen u. Uran aus Abrüstung.

          • P. Howth · 20. Oktober 2012 - 10:52 Uhr · Permalink

            Die spezifischen CO2-Emissionen der Kernenergie betragen über den gesamten Lebenszyklus betrachtet zwischen 3 und 30 g/kWh Elektrizität und hängen wesentlich vom Urananreicherungsprozess ab. Wenn für diesen Prozess das energieintensive Verfahren der Gasdiffusion unterstellt wird, anstelle des um den Faktor 50 effizienteren Gaszentrifugenverfahrens, das z.B. von Urenco in der Anlage in Gronau eingesetzt wird, und darüber hinaus angenommen wird, dass der Strom im Wesentlichen aus Steinkohle stammt, können Werte von etwa 150 g/kWh. Diese Annahmen hat etwa das Ökoinstitut vor ein paar Jahren so getroffen, um hohe Werte zu erzielen: Die selbst ernannten Ököexperten haben als Beispiel Südafrika angegeben, dessen Strommix zwar einen hohen Kohleanteil aufweist, aber keine Urananreicherungsanlage. Selbst auf einen Hinweis hin wurden diese Angaben nicht korrigiert, Ökoideologie halt!

  10. 10797
    Kilian Rüfer · 6. August 2012 - 16:59 Uhr · Permalink

    Das ist zweifelsfrei ein Erfolg. Dennoch sollten wir Strom, Wärme und Mobilität betrachten, damit wir die richtige Proportion finden. Ich hätte Sorge, dass sonst die Baustelle der Energiewende unterschätzt wird.

Ihr Kommentar:

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert.

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • RSS
  • Facebook
  • Twitter