Windkraft in Deutschland: 30.000 Megawattmarke überschritten

In Deutschland wächst die Zahl der Windenergieanlagen schneller: Im ersten Halbjahr wurden 414 Mühlen mit insgesamt 1004 Megawatt Leistung aufgestellt, meldeten der Bundesverband WindEnergie (BWE) und VDMA Power Systems. Damit sind hierzulande 22.664 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 30.016 Megawatt in Betrieb.

Der Zubau an Windkraftleistung hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar noch an Fahrt gewonnen: So wurden 207 Megawatt oder etwa 26 Prozent mehr aufgestellt, so die BWE-Analyse. „Die Zahlen belegen, dass wir im Bereich der Windenergie an Land den richtigen Kurs eingeschlagen haben. Mit ihr als Rückgrat der Energiewende können wir die Atomenergie kostengünstig und effizient ersetzen. Dazu brauchen wir jedoch weiterhin stabile Rahmenbedingungen“, sagte BWE-Präsident Hermann Albers.

Die Windkraft auf Wasser hinkt ihren Zielen noch hinterher.

Im ersten Halbjahr 2012 gingen neun Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 45 Megawatt in Betrieb. Damit bleibe der deutsche Offshore-Windenergieausbau zwar weiter hinter den Prognosen zurück, allerdings befinden sich Mitte des Jahres bereits drei Offshore-Windparks in Bau, so der  Bis zum Jahresende sollen Projekte mit einer installierten Leistung von über 2.000 Megawatt und einem Investitionsvolumen von etwa 7,5 Milliarden Euro in der Bauphase sein. Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems:„Die Fragen zur Netzanbindung für diese und weitere Projekte werden hoffentlich mit dem dringend erwarteten Kabinettsentwurf geklärt. Für die zweite Welle der Offshore-Projekte mit zusammen 6.000 Megawatt muss aber auch die Eigenkapitalfrage bei dem zuständigen Netzbetreiber klar gestellt und der Masterplan für das Offshore-Netz ohne Brüche umgesetzt werden.”

7 Kommentare zu "Windkraft in Deutschland: 30.000 Megawattmarke überschritten":

  1. 10718
    Rainer Michel · 2. August 2012 - 08:59 Uhr · Permalink

    Auch in Baden-Württemberg geht es anscheinend endlich los. In meiner Nähe wird nun ein Bürgerwindpark gebaut mit riesigen 3,2 MW Anlagen über 140m hoch.
    Nun werde ich auch in Wind investieren nachdem ich schon eine Solarstromanlage habe :)

    Hauptsache die Marktanteile der großen Konzerne werden zurückgedrängt, ich möchte keine Kohle- u. Atomkraftwerke mehr in meiner Nähe haben.
    Die Offshore Windenergie sollte endgültig gestoppt werden. Es ist skandalös welch hohe Förderung diese Energiekonzerne für Windstrom aus dem Meer als Ausgleich für den Atomausstieg von der Regierung erhalten hat. Auch auf dem Meer sollte für Windstrom diesselbe Förderung wie an Land gelten!!

    • TJD · 2. August 2012 - 09:39 Uhr · Permalink

      Warum sollte die Förderung von Offshore WKA denen an Land angepasst werden?
      Dass EEG bzw. die EEG Vergütung unterscheidet ja aus gutem Grund zwischen den einzelnen Energieumwandlungsformen. Es ist ja als Markteinführungsinstrument gedacht. Und bei OWP liegen die Kosten zur Zeit halt deutlich höher als an Land. Sie würden ja auch nicht vorschlagen die PV-Einspeisevergütung der der Windkraft an Land anzupassen, oder?
      Abgesehen davon übersehen viele dass die 0,19€/kWh nur für 8 Jahre garantiert werden, danach gibt es für weitere 12 Jahre nur noch 0,035€/kwh und damit liegt der Preis unter dem Durchschnittspreis an der EEX.
      Was bedeutet dass die Energieversorger nach den 8 Jahren versuchen werden den Strom aus OWP selbst zu vermarkten um höhere Gewinne zu erzielen.

      • Ruedi · 2. August 2012 - 21:40 Uhr · Permalink

        Offshore Windstrom wird 2-3 mal so hoch vergütet wie Windstrom an Land. Soll man nun auch für PV im Meer das 2-3 fache zahlen?
        Und natürlich übersieht keiner daß die 19 Cent nur für 8 Jahre gezahlt werden – nur wird danach ganz Schluß sein weil die Anlagen vermutlich gar nicht länger laufen werden.
        würde Offshore tatsächlich länger als 8 Jahre aushalten würde zumindest zum Börsenstrompreis verkauft. Da dieser aber derzeit bei knapp 5 Cent liegt wär selbst das noch unrentabel. Nicht umsonst hat Hermann Albers persönlich gesagt daß alleine die Wartungskosten bei Offshore mit 3,5 Cent/kwh anzusetzen sind.

      • avp · 6. August 2012 - 12:12 Uhr · Permalink

        also ich würde auch mal gerne ein windrad im Meer sehen das 40 km draußen im Meer 8 Jahre überstanden hat.
        könnte mir vorstellen daß auch die Wartung teuer wird. Man brauchtdoch immer einen Kutter mit mannschaft der einige Techniker rausfahrt u. dort auf diese wartet. Stellt man fest es fehlen Ersatzteile war die fahrt umsonst, oder es kommt wind auf u. die Fahrt war auch umsonst. Das ist nicht durchdacht!
        man sollte auf dem land bleiben wo es noch genug Platz hat und vor allem viel günstiger ist.

      • Ullrich Meyer · 12. Dezember 2012 - 17:13 Uhr · Permalink

        Die Kosten für den offshore-Windstrom werden ja künstlich hoch gehalten, damit der Profit stimmt. Wenn man stattdessen schwimmende Windräder einsetzt, so könnten die Kosten unter 4 Cent/kWh liegen, es wäre keine EEG-Umlage notwendig, doch dann könnten Anlagen- und Netzbetreiber nur 1-1,5 Cent Gewinn/kWh erzielen. Bei den gegenwärtig im Bau befindlichen Anlagen ist jedoch mit einem Gewinn von 5-6 Cent/kWh zu rechnen und dann gibt es noch einen ganz wichtigen Grund, kostengünstigere Konzepte tot zu schweigen, denn nur die Netzbetreiber wissen, wie viel Strom eingespeist wurde. Wird dieser Wert einfach “aufgerundet”, so kann man Atom- und Kohlestrom für 19 Cent/kWh den Bürgern unterjubeln, da macht das erst richtig Spaß.
        Das Konzept für die günstigen schwimmenden Windräder finden Sie auf http://www.ullrichmeyer.de/SWEA.html
        Wenn jemand einen gravierenden Fehler im Konzept entdeckt, so bekommt er 1000 Euro.

  2. 10889
    Wolfgang · 14. August 2012 - 11:45 Uhr · Permalink

    Rainer, ist dieser Windpark das, wovon hier die Rede ist: http://www.stuttgart-online.org/nachrichten/neue-windraeder-sollen-errichtet-werden/86 ?
    Ich bin selbst ein großer Befürworter von alternativen Energien und finde es spannend zu sehen, wie Deutschland langsam immer grüner wird.
    So ein Windrad vor der Haustür würde mich auch gar nicht wirklich stören, da sind manche “modernen Kunstwerke” genauso unansehlich :)

  3. 21645
    Markus · 28. November 2012 - 02:36 Uhr · Permalink

    Ziel in Marokko bis 2020 – 2000 Megawatt, Wahnsinn was für ein Vorsprung in DE vorgelegt wird.

    http://www.veeds.org/2012/09/12/Marokko-entdeckt-die-Windkraft-fuer-sich-kurz/

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