Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Die Karrikatur in der Süddeutschen Zeitung vom 17. August 2010 (Seite 4) gibt zielmlich gut wieder, wie sich die vier großen Energieversorger gegenwärtig verhalten. Wie vier Gespenster suchen RWE, ENBW, Eon und Vattenfall die Kanzlerin heim. Üben Druck aus, fordern und drohen. Dabei haben sie offensichtlich jedes Maß verloren und werden so nicht nur für die Kanzlerin sondern für die gesamte Gesellschaft zu einem Alptraum und zu einer Bedrohung. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kanzlerin sich nicht wie in der Karrikatur unter ihre Bettdecke verkriecht und sie gewähren lässt.
Aktuelle Blogbeiträge
17 Aug 2010
Gespenstischer Auftritt
11 Aug 2010
Angst vorm Regierungswechsel
…haben vor allem die großen Energieversorger. Deshalb sind sie gegen ein Brennelementsteuer. Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe darstellt, fordern die Energieversorger von der Bundesregierung statt einer Brennelementesteuer einen Energiewirtschaftsvertrag. Im Handelsblatt heißt es dazu: “In dem Vertragsentwurf der Unternehmen, der dem Handelsblatt vorliegt, erklären sich die Kernkraftwerksbetreiber dazu bereit, aus den Zusatzgewinnen einer Laufzeitverlängerung eine “Sonderabführung” in noch nicht bestimmter Höhe “auf der Grundlage eines beidseitigen, alle relevanten Fragen abschließend regelnden Vertrages” zu leisten. Dafür soll die Bundesregierung auf die Brennelementesteuer verzichten.” Weiter stellt das Handelsblatt ganz richtig fest: “Die Betreiber scheuen die Steuer, weil sie fürchten, dass diese – abhängig von der jeweiligen Regierung – künftig noch erheblich erhöht werden könnte.” weiter…
09 Aug 2010
Der Testballon
Trotz aller Widerstände: Große Teile von Union und FDP wollen die Laufzeitverlängerung der AKW, einige sogar ohne Ausstiegsdatum. Den PR-Strategen der Bundesregierung durfte jedoch bewusst sein, dass es um die Akzeptanz der Atomkraft nicht so sonderlich gut in diesem Land bestellt ist. Sie wissen, dass man da behutsam vorgehen muss. Und so tauchen in den Medien immer mal wieder Konzepte für die Laufzeitverlängerung auf, anhand derer das Machbare ausgepegelt werden soll. Man erinnere sich etwa an die Idee von vor einigen Wochen, die Laufzeiten zu versteigern.
In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung hat die Regierung wieder einmal einen solchen Testballon steigen lassen. Der Vorschlag diesmal: “Weniger Atommeiler, längere Laufzeiten”, wie die Süddeutsche auf der Seite eins titelt. weiter…




