Autorenarchiv: Jürgen Heup

Tag der Entscheidung – für die Solarbranche und für Röttgen

Der unerwartet hohe Photovoltaik-Zubau im vergangenen Jahr hat dafür gesorgt, dass Politiker aus Reihen der CDU und FDP die Vergütung für Solarenergie deutlich kürzen wollen, sich für einen begrenzten Zubau aussprechen. Für Umweltminister Norbert Röttgen, der sich bisher immer hinter die Solarbranche gestellt hat, wird das heutige Treffen mit Vertretern der Solarbranche daher zu einer Gratwanderung:

BSW: “Förderdeckel würde Hauhaltsstrompreise kaum reduzieren”

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) wehrt sich gegen aufflammende Forderungen, den Solarzubau zu deckeln. Grund sind unerwartet hohe Installationszahlen im Jahr 2011. Der BSW hat dazu ein Gutachten zu Kosten der Solarstromförderung erstellen lassen. Darin errechneten die Analysten der Prognos AG, dass ein jährlicher Zubau von vier Gigawatt an Photovoltaikleistung bis 2016 (das wäre eine Steigerung des Solarstromanteils von jetzt vier auf 6,8 Prozent) einen solarbedingten Anstieg des Verbraucherstrompreises von nur 1,9 Prozent bedeuten würde.

7,5 Gigawatt – Photovoltaik-Rekordzubau! Erfolg oder Gefahr?

Die Freude über den Rekordzubau an Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr in Deutschland mit einer Leistung von 7,5 Gigawatt hält sich bei den Branchen-Akteuren in Grenzen. Der Grund ist klar: Durch eine steigende EEG-Umlage drohen den Verbrauchern höhere Kosten. Das ist Wasser auf den Mühlen der Erneuerbaren-Gegner.

Mehr Kohle! FDP will wieder “ran ans EEG”

Die FDP und die Erneuerbaren, das ist und war noch nie eine Liebesbeziehung. Doch als Regierungspartner der CDU haben sich die Liberalen schließlich für die Energiewende ausgesprochen. Also eigentlich auch für die Erneuerbaren, könnte man denken. Pustekuchen. Auf ihrem Dreikönigstreffen schoss der Wirtschaftsminister und FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler wieder gegen die Regenerativenergien. Im Glauben, die FDP so aus dem Quotentief zu führen?

Solon: Solarpionier ist pleite

Das Solarunternehmen Solon hat Insolvenz beantragt. Zuletzt hatte das finanziell angeschlagene Aktienunternehmen versucht, sich mit Investoren, Banken und Bürgen zu einigen. Ohne Erfolg, das Unternehmen ist zahlungsunfähig. Nun bangen die über 500 Mitarbeiter in Deutschland an den Standorten in Berlin und Greifswald um ihre Jobs.
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