<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ee-blog</title>
	<atom:link href="http://www.ee-blog.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ee-blog.de</link>
	<description>Erneuerbare Energien</description>
	<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 14:08:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	
		<item>
		<title>Kosten für Erneuerbare sinken</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/kosten-fur-erneuerbare-sinken/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kosten-fur-erneuerbare-sinken</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/kosten-fur-erneuerbare-sinken/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Wiedemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kilowatt]]></category>
		<category><![CDATA[Fraunhofer ISE]]></category>
		<category><![CDATA[Gestehungskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Solarenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Windenergie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3332</guid>
		<description><![CDATA[Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen wird immer günstiger. Dies zeigt eine aktuelle Studie zu den Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. PV-Anlagen können demnach bereits unterhalb des Haushaltsstrompreises Energie produzieren. Die Kosten für die Onshore-Windenergie liegen laut Studie an guten Standorten mit 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde auf dem Niveau fossiler Kraftwerke. Treiber für die sinkenden Preise sind Massenproduktion und technische Innovationen. Die Analyse der Wissenschaftler zeigt, dass Kapitalkosten einen wesentlichen Anteil...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen wird immer günstiger. Dies zeigt eine aktuelle Studie zu den Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. PV-Anlagen können demnach bereits unterhalb des Haushaltsstrompreises Energie produzieren. </strong><span id="more-3332"></span></p>
<p>Die Kosten für die Onshore-Windenergie liegen laut Studie an guten  Standorten mit 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde auf dem Niveau fossiler  Kraftwerke. Treiber für die sinkenden Preise sind Massenproduktion und technische Innovationen.</p>
<p>Die Analyse der Wissenschaftler zeigt, dass Kapitalkosten einen wesentlichen Anteil an den Gestehungskosten haben. „Die Sonneneinstrahlung etwa ist nicht der einzige Einflussfaktor“, sagt Christoph Kost vom Fraunhofer ISE. So liegen die Gestehungskosten für PV-Freiflächenanlagen laut Studie in Spanien mit 10 bis 12 Cent nur leicht unter dem Wert für Süddeutschland mit 13 bis 14 Cent pro Kilowattstunde. Laut Kost ist dies auf die schwierigen Finanzierungsbedingungen im Land zurückzuführen.</p>
<div id="attachment_3333" class="wp-caption alignleft" style="width: 264px"><a rel="attachment wp-att-3333" href="http://www.ee-blog.de/2012/05/kosten-fur-erneuerbare-sinken/grafik_ise_stromgestehungskosten_mai-2012/"><img class="size-medium wp-image-3333" title="Quelle: Fraunhofer ISE" src="http://www.ee-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/Grafik_ISE_Stromgestehungskosten_Mai-2012-254x180.jpg" alt="Quelle: Fraunhofer ISE" width="254" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Fraunhofer ISE</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/kosten-fur-erneuerbare-sinken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Röttgen geht, und wer fährt nach Rio?</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/rottgen-geht-und-wer-fahrt-nach-rio/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rottgen-geht-und-wer-fahrt-nach-rio</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/rottgen-geht-und-wer-fahrt-nach-rio/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 16:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Weinhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3322</guid>
		<description><![CDATA[Bundesumweltminister Röttgen hat heute seinen Hut genommen. Tatsächlich hat er seine Stärke und Glaubwürdigkeit im verlorenen NRW-Wahlkampf eingebüßt. Zwar hat sein Abgang den Vorteil, dass nun vielleicht ein durchsetzungsfähigerer Kämpfer seinen Platz einnimmt. Aber es gibt auch Schattenseiten. Vor allem das Timing ist mieserabel gewählt. Sein Abgang kommt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Christoph Bals von Germanwatch macht in einer Pressemitteilung der Umweltorganisation darauf aufmerksam, dass die Kanzlerin Röttgen beim Erdgipfel in Rio den Vortritt lassen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesumweltminister Röttgen hat heute seinen Hut genommen. Tatsächlich hat er seine Stärke und Glaubwürdigkeit im verlorenen NRW-Wahlkampf eingebüßt. Zwar hat sein Abgang den Vorteil, dass nun vielleicht ein durchsetzungsfähigerer Kämpfer seinen Platz einnimmt. Aber es gibt auch Schattenseiten.</p>
<p><span id="more-3322"></span></p>
<p>Vor allem das Timing ist mieserabel gewählt. Sein Abgang kommt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Christoph Bals von <a href="http://germanwatch.org/de/startseite">Germanwatch</a> macht in einer Pressemitteilung der Umweltorganisation darauf aufmerksam, dass die Kanzlerin Röttgen beim Erdgipfel in Rio den Vortritt lassen wollte. In diesen Wochen entscheidet sich zudem die EU-Klimapolitik der nächsten Jahre. Mitte Juni soll der europäische Umweltrat eine Vorentscheidung über das EU-Emissionsminderungsziel für 2020 liefern. Bals verweist auf die wichtige Rolle, die Röttgen in den Verhandlungen insbesondere mit seinem polnischen Kollegen gespielt hat. Folgerichtig müsste Merkel hier nun in die Bresche springen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/rottgen-geht-und-wer-fahrt-nach-rio/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kühles Klima in Bonn</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/kuhles-klima-in-bonn/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kuhles-klima-in-bonn</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/kuhles-klima-in-bonn/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 06:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole Weinhold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blätterwald]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3315</guid>
		<description><![CDATA[Gestern startete die Konferenz zum globalen Klimaschutz in Bonn. Auf die Protagonisten warten schwierige Themen: Die Verhandlungspartner sollen das für 2015 geplante internationale Klimaabkommen voran bringen. Und der Green Climate Fund ist bisher noch viel zu schwach ausgestattet. Das heißt, die Industrie muss sich zu ambitionierteren finanziellen Zusagen für die vom Klimawandel betroffenen Regionen durchringen. Die Perspektiven sind düster: Nach wie vor sind die Industrieländer nicht bereit, einen Fahrplan vorzulegen, wie sie ihre Zusagen für...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gestern startete die Konferenz zum globalen Klimaschutz in Bonn. Auf die Protagonisten warten schwierige Themen: Die Verhandlungspartner sollen das für 2015 geplante internationale Klimaabkommen voran bringen. Und der Green Climate Fund ist bisher noch viel zu schwach ausgestattet. Das heißt, die Industrie muss sich zu ambitionierteren finanziellen Zusagen für die vom Klimawandel betroffenen Regionen durchringen. </strong></p>
<p><span id="more-3315"></span>Die Perspektiven sind düster: Nach wie vor sind die Industrieländer nicht bereit, einen Fahrplan vorzulegen, wie sie ihre Zusagen für die finanzielle Unterstützung armer, vom Klimawandel geschädigter Länder, ableisten wollen. Deutschland soll hier ein besonderes Engagement beweisen, zumal die Regierung sich um den <a title="Klimafonds" href="http://www.bmu.de/klimaschutz/doc/48630.php">Sitz des Green Climate Fund </a>in Bonn beworben hat. Sie vertrödele wertvolle Zeit, anstatt die <a href="http://www.euractiv.com/climate-environment/eu-30-co2-cut-cheaper-thought-news-510230">Anhebung der EU-Klimaschutzziele</a> auf 30 Prozent zu forcieren, so Jan Kowalzig von der Umweltschutzorganisation Oxfam. Seit Jahren wird um die 30 Prozent gerungen, die deutsche Regierung stellt sich dabei hinter die großen Energiekonzerne. Sie müssten für die Emissionen ihrer fossilen Kraftwerke mehr zahlen, wenn Europa sein Klimaziel auf 30 Prozent anheben würde. Aber auch andere europäische Länder wie Polen befürchten, dass dieser Schritt sie teuer kommen würde. Dabei  haben Untersuchungen inzwischen gezeigt, dass die 30 Prozent die EU weit weniger kosten würde, als befürchtet. Und, wie die Anfang Mai veröffentliche <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-club-of-rome-gibt-prognose-fuers-jahr-2052-ab-a-831905.html">Studie 2052 </a>des Club of Rome zeigt, wird uns der Klimawandel langfristig teuer zu stehen kommen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/kuhles-klima-in-bonn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesrat gegen Solarpläne der Bundesregierung</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/bundesrat-gegen-solarplane-der-bundesregierung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bundesrat-gegen-solarplane-der-bundesregierung</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/bundesrat-gegen-solarplane-der-bundesregierung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 12:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Wiedemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[Solar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3303</guid>
		<description><![CDATA[Am Ende konnten sich nur vier Bundesländer für das Vorhaben der Bundesregierung erwärmen, die Einspeisetarife für Solarstrom um bis zu 30 Prozent zu senken. Die Branche war in den vergangegenen Wochen Sturm gelaufen gegen die Pläne und hatte vor Arbeitsplatzverlusten gewarnt. Offenbar mit Erfolg: Nun muss der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag entscheiden. Der Branchenverband BSW-Solar zeigt sich nach dem Votum der Länderkammer gegen die EEG-Pläne erleichtert. „Zur akuten Schadensbegrenzung muss jetzt schnell nachgebessert werden....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Ende konnten sich nur vier Bundesländer für das Vorhaben der Bundesregierung erwärmen, die Einspeisetarife für Solarstrom um bis zu 30 Prozent zu senken. Die Branche war in den vergangegenen Wochen Sturm gelaufen gegen die Pläne und hatte vor Arbeitsplatzverlusten gewarnt. Offenbar mit Erfolg: Nun muss der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag entscheiden.<span id="more-3303"></span></strong><!--more--></p>
<p>Der Branchenverband BSW-Solar zeigt sich nach dem Votum der Länderkammer gegen die EEG-Pläne erleichtert. „Zur akuten Schadensbegrenzung muss jetzt schnell nachgebessert werden. Ein Entschärfen der überzogenen Förderkürzung ist unverzichtbar, um zehntausende Arbeitsplätze in Industrie, Handel und Handwerk zu retten“, sagte Geschäftsführer Carsten Körnig. Die Branche hatte angesichts der geplanten Förderkürzungen vor eine Pleitewelle in der deutschen Solarindustrie gewarnt.</p>
<p><strong>Viele Unionsländer gegen Regierungspläne</strong></p>
<p>Das Scheitern der Pläne hatte sich bereits vor der Sitzung im Bundesrats angedeutet. Sowohl der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) als auch seine saarländische Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatten betont, sie gingen von der Einberufung des Vermittlungsausschusses aus. Letztendlich votierten in der Länderkammer nur Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Bayern für das Vorhaben.</p>
<p>Auch zahlreiche CDU-regierte Länder lehnten die Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung ab. Laut Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare  Energie  zeige das Votum des Bundesrates, dass die Bundesregierung mehr   Verlässlichkeit in ihrer Energiepolitik schaffen müsse, wenn sie das   notwendige Vertrauen sowohl der Länder als auch der Branche gewinnen   wolle. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstagabend noch  versucht, die Ministerpräsidenten auf den eigenen Kurs zu bringen &#8211; ohne Erfolg.</p>
<p>Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas  Oppermann, sagte, die CDU-Länder hätten Bundesumweltminister Norbert Röttgen mitten im  Wahlkampf eine schwere Niederlage bereitet. Am Sonntag stehen in NRW Landtagswahlen an. Röttgen ist Spitzenkandidat der CDU. Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Hans-Josef Fell betonte, die Bundesländer hätten unterstrichen, &#8220;dass die  derzeitige Insolvenzwelle in der Branche unter anderem auch auf die  verfehlte schwarz-gelbe Solarpolitik zurückzuführen ist und dass an der  Novelle Korrekturen dringend notwendig sind&#8221;.</p>
<p>Ob die von <a href="http://www.ee-blog.de/2012/04/sonnendrama-nachster-akt-q-cells-und-odersun-sind-insolvent/">zahlreichen Pleiten gebeutelte deutsche Solarindustri</a>e durch den Entscheid besseren Zeiten entgensteuert ist aber fraglich. Die Branche hatte zuletzt weniger unter den sinkenden Einspeisetarifen, sondern vielmehr unter der Konkurrenz aus China zu leiden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/bundesrat-gegen-solarplane-der-bundesregierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Holzpellets haben ein Riesenpotenzial“</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/%e2%80%9eholzpellets-haben-ein-riesenpotenzial%e2%80%9c/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=%25e2%2580%259eholzpellets-haben-ein-riesenpotenzial%25e2%2580%259c</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/%e2%80%9eholzpellets-haben-ein-riesenpotenzial%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 May 2012 10:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Wiedemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kilowatt]]></category>
		<category><![CDATA[Amsterdam]]></category>
		<category><![CDATA[APX-Endex]]></category>
		<category><![CDATA[Bioenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Holzpellets]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3288</guid>
		<description><![CDATA[Kraftwerksbetreiber in den Niederlanden und Großbritannien haben Holzpellets bereits als emissionsarmen Brennstoff entdeckt. Den internationalen Handel mit den Pellets soll nun die neue Börse in Amsterdam ins Rollen bringen. Trotz mauem Handelsbeginn zeigt sich Börsenmanager Sipke Veer im Interview optimistisch, dass die Nachfrage weiter wächst. ee-blog: APX-Endex hat im vergangenen Jahr die weltweit erste Börse für Holzpellets ins Leben gerufen. Wieso? Sipke Veer: Wir haben vor vier Jahren mit einem Preisindex für Holzpellets angefangen. Wir...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kraftwerksbetreiber in den Niederlanden und Großbritannien haben Holzpellets bereits als emissionsarmen Brennstoff entdeckt. Den internationalen Handel mit den Pellets soll nun die neue Börse in Amsterdam ins Rollen bringen. Trotz mauem Handelsbeginn zeigt sich Börsenmanager Sipke Veer im Interview optimistisch, dass die Nachfrage weiter wächst.<span id="more-3288"></span><br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>ee-blog: APX-Endex hat im vergangenen Jahr die weltweit erste Börse für Holzpellets ins Leben gerufen. Wieso?</strong></p>
<p><strong>Sipke Veer</strong>: Wir haben vor vier Jahren mit einem Preisindex für Holzpellets angefangen. Wir wollten damit mehr Transparenz schaffen. Damals gab es nur bilateralen Handel mit Holzpellets. Informationen darüber zu bekommen, zu welchen Preisen gehandelt wurde, war sehr schwer. Nun, da sich der Pelletmarkt entwickelt, die gehandelten Mengen und die Zahl der Beteiligten steigt, ist es notwendig, ein reguliertes und anonymes Umfeld für den Handel zu schaffen. In diesem Umfeld ist es möglich, mit standardisierten Verträgen sowie verlässlichen und transparenten Preisinformationen zu handeln.</p>
<p><strong>Wie funktioniert der Handel?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Wir sind keine Aktienbörse. Wir bieten eine Handelsplattform. Unternehmen können Mitglied dieser Plattform werden, um dann Preise und verfügbare Mengen für Ein- und Verkauf auf unserem digitalen Handelsbildschirm zu veröffentlichen. Im Moment arbeiten wir im anonymisierten Handel. Das heißt, auf dem Handelsbildschirm erscheinen alle Bestellungen anonymisiert. Kommt es zu einem Geschäft, werden die Beteiligten miteinander bekannt gemacht. Sie können sich dann um die Lieferdetails auf Basis von bilateralen Verträgen kümmern. Die Möglichkeit eines nicht-anonymisierten Handels wird es zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls geben.</p>
<p><strong>Wer nutzt die Pelletbörse?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Auf der einen Seite industrielle Verbraucher, also Energieversorger, und auf der anderen Seite die Produzenten von Holzpellets – und natürlich auch Pellethändler.</p>
<p><strong>ne: Welche Mengen wurden bisher gehandelt?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Wir sind noch in der Startphase. Wir haben schon einige Mitglieder, und es gab auch ein paar Aktivitäten auf der Handelsplattform. Eine Geschäftsabwicklung hat es bisher aber noch nicht gegeben.</p>
<p><strong>„Würden nur vier oder fünf Prozent der Kohle durch Biomasse ersetzt, würde sofort eine große Nachfrage entstehen.“</strong></p>
<p><strong>Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Wir machen für unser Produkt nicht nur technische Vorgaben, wie etwa Aschgehalt, Brennwert oder Größe, das Thema Nachhaltigkeit spielt auch eine Rolle. So lange es im Markt noch kein einheitliches System gibt, arbeiten wir mit drei verschiedenen Nachweissystemen für Nachhaltigkeit: Green Gold Label, Laborelec-SGS Solid Biomass Sustainability Scheme und Drax Biomass Sustainability Implementation Process. Holzpellets, die über unsere Plattform gehandelt werden, müssen die Anforderungen eines dieser Systeme erfüllen. Wir hoffen darauf, dass es in der Zukunft ein Nachweissystem für den gesamten Markt geben wird, das würde den Handel erleichtern.</p>
<p><strong>Welche Verbindung hat der Hafen in Rotterdam zur Pelletbörse?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Der Hafen hat die Rotterdam Climate Initiative gestartet, mit der er sich als Drehkreuz für Biomasse in Europa etablieren will. Da passte es, dass wir einen Preisindex für Holzpellets entwickelt hatten und eine Handelsplattform planten. Also haben wir uns zusammengetan. Wir konzentrieren uns derzeit auf die Auslieferung in Rotterdam, zu einem späteren Zeitpunkt könnten wir uns aber auch vorstellen, dies auf die ARA-Region, alsoAmsterdam und Antwerpen, auszuweiten, wenn es die Marktteilnehmer verlangen.</p>
<p><strong>Wird der Handel auf andere Biomasse-Produkte, etwa Biokraftstoffe,  ausgeweitet?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Bei APX-Endex sehen wir Holzpellets als das Biomasseprodukt mit dem größten Potenzial bezogen auf handelbare Menge, Grad der Standardisierung und Anzahl der Marktteilnehmer. Wir  glauben, dass Holzpellets das Potenzial haben, zu eine weltweiten Dienstleistungsprodukt zu werden.  Wir sehen unsere Börse als ein Pilotprojekt. Wenn es sich als Erfolg erweist, könnten wir das Prinzip relativ einfach auf andere Biomasseprodukte ausweiten. Bei Biokraftstoffen geraten Sie schnell in Diskussionen, was die Nachhaltigkeit angeht. Wir würden uns davon als privat geführtes Unternehmen gerne fern halten. In der Zukunft könnten aber beispielsweise Hackschnitzel oder torrefizierte Hölzer interessant werden.</p>
<p><strong>ne: Welche Rolle spielt der deutsche Markt für Sie?</strong></p>
<p><strong>Veer</strong>: Deutschland ist ein interessanter Markt, wenn man allein an die vielen kohlegefeuerten Kraftwerke denkt. Würden nur vier oder fünf Prozent der Kohle durch Biomasse ersetzt, würde sofort eine große Nachfrage entstehen. Auf EU-Ebene sehen wir sehr interessante Entwicklungen in Großbritannien, was den Einsatz von Holzpellets in Kraftwerken angeht. Wie in Belgien und den Niederlanden hängt das zusammen mit nationalen Gesetzen und Förderregimen. Wir würden uns hier eine EU-weite Regelung wünschen.</p>
<p>Interview: Karsten Wiedemann</p>
<p>Mehr zum Thema Bioenergie finden Sie in der aktuellen Ausgabe der<a href="http://www.neueenergie.net/index.php?id=657&amp;tx_ttnews[tt_news]=5326&amp;tx_ttnews[backPid]=622&amp;cHash=7bf059d3bc"> neue energie</a></p>
<p><strong><a rel="attachment wp-att-3291" href="http://www.ee-blog.de/2012/05/%e2%80%9eholzpellets-haben-ein-riesenpotenzial%e2%80%9c/sipke-2/"><img class="alignleft size-medium wp-image-3291" title="Sipke" src="http://www.ee-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/Sipke1-120x180.jpg" alt="" width="102" height="154" /></a>Sipke Veer ist Produktmanager bei APX-Endex in Amsterdam.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/%e2%80%9eholzpellets-haben-ein-riesenpotenzial%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sonnenstrom selber nutzen</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/sonnenstrom-selber-nutzen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=sonnenstrom-selber-nutzen</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/sonnenstrom-selber-nutzen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Wiedemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Remmel]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[PV]]></category>
		<category><![CDATA[Solarenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Solarthermie]]></category>
		<category><![CDATA[Woche der Sonne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3280</guid>
		<description><![CDATA[Irgendwie passt der Termin: Am 11. Mai stimmt der Bundesrat über die  Kürzung der Solarvergütung ab &#8211; mitten in der &#8220;Woche der Sonne&#8221;, mit der die Solarbranche Werbung für die eigene Sache machen will.  Im Mittelpunkt steht dabei das Thema Eigenverbrauch. Bis zum 13. Mai informiert die Solarbranche mit der &#8220;Woche der Sonne&#8221; über die Vorteile von Solarwärme und Solarstrom. „Es ist eine Kampagne für die Energiewende von unten“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwie passt der Termin: Am 11. Mai stimmt der Bundesrat über die  Kürzung der Solarvergütung ab &#8211; mitten in der &#8220;Woche der Sonne&#8221;, mit der die Solarbranche Werbung für die eigene Sache machen will.  Im Mittelpunkt steht dabei das Thema Eigenverbrauch.</strong><span id="more-3280"></span></p>
<p>Bis zum 13. Mai informiert die Solarbranche mit der &#8220;Woche der Sonne&#8221; über die Vorteile von Solarwärme und Solarstrom. „Es ist eine Kampagne für die Energiewende von unten“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) Jörg Mayer. Die Solarenergie sei eine Energie der Bürger, die nicht von der Investitionsentscheidung großer Unternehmen abhängig sei.</p>
<p>Die Bürger, vor allem die Hausbesitzer, griffen zuletzt fleißig zu: Rund 7500 Megawatt an Solarmodulen landeten 2010 und 2011 auf deutschen Dächern. Der Bundesregierung ging das dann bekanntlich zu schnell. Sie hat die Einspeisetarife für Solarstrom Anfang April gekürzt.  „Der Zubau bei der PV in den letzten beiden Jahren war nicht nachhaltig und hat zu Überkapazitäten geführt“, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser (CDU).  Sie will das Tempo drosseln. Johannes Remmel (Grüne), Umweltminister in NRW und derzeit im Wahlkampf, sieht es naturgemäß anders: Die PV befinde sich auf dem Weg von einem Luxusgut zu einem Massengut. „Diesen Weg kurz vom Gipfel abzubrechen ist falsch.“ Remmel hofft darauf, dass sich eine Mehrheit der Bundesländer im Bundesrat gegen die geplanten Solar-Kürzungen ausspricht.  Auf die Zustimmung des Bundesrates angewiesen ist die Bundesregierung aber nicht.</p>
<p><strong>NRW will Local Content bei PV</strong></p>
<p>Remmel kündigte zudem eine Initiative seines Bundeslandes an, um die heimische Solarbranche zu stützen und zwar mittels eines Local Content-Paragrafen. Wer Solarstrom über das EEG einspeist müsste dann nachweisen, dass ein Teil seiner Anlagen in Deutschland gefertigt wurde. Offen ist, ob eine solche Auflage Europarechts-  bzw. WTO-konform ist. Der deutschen Solarbranche käme sie dennoch gelegen<a href="http://www.ee-blog.de/2012/04/sonnendrama-nachster-akt-q-cells-und-odersun-sind-insolvent/">. Sie hat derzeit mit einer Pleiteweile zu kämpfen.</a></p>
<p>Nach den langen Diskussionen um die Kosten der Photovoltaik stellt die Branche bewusst das Thema Eigenverbrauch in den Mittelpunkt. Bisher nutzen nur 12 Prozent der Anlagenbesitzer den produzierten Strom selbst, das Einspeisen war bislang  lukrativer. Das könnte sich nun ändern: Zum einen sinken die Einspeisetarife für PV-Strom kontinuierlich. Zum anderen steigen die Preise für den Strombezug. Laut einer vo<a href="http://www.solarwirtschaft.de/presse-mediathek/pressemeldungen/pressemeldungen-im-detail/?tx_ttnews[year]=2012&amp;tx_ttnews[month]=05&amp;tx_ttnews[day]=03&amp;tx_ttnews[tt_news]=14747&amp;cHash=5e7272b2b0d5060aab154960ba8dc74f">m BSW beauftragten Studie können Haushalte bereits heute bis zu 300 Euro pro Jahr an Strom und Heizenergie sparen</a>, wenn sie produzierten Solarstrom und Solarwärme stärker selber nutzen. „Wer keinen Eigenverbrauch macht, der verschenkt Geld“, so Studienautor Bernd Wenzel, vom Ingenieurbüro für neue Energien. Schon heute liege der Strompreis mit im Schnitt 21 Cent pro Kilowattstunde über den Einspeisestarif für Solarstrom vom Dach (19,5 Cent). Für Neuanlagen ist der Eigenverbrauch bereits obligatorisch. Seit dem 1. April werden für Solaranlagen nur noch 80 Prozent des erzeugten Stroms vergütet.</p>
<p>Wirklich hohe Quoten beim Eigenenergieverbrauch lassen sich aber nur mit Investitionen in Speicher realisieren, also etwa Warmwasserspeicher oder Batterien. Beim Strom ist dies wegen der hohen Preise für Batterien derzeit noch nicht wirtschaftlich. Mit einem Lastmanegement, Haushaltsgeräte laufen also nur wenn die Solaranlage Strom liefert, lassen sich aber bereits Eingenverbrauchsquoten von 40 Prozent erreichen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/sonnenstrom-selber-nutzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Energiewende in Laos: Von 100-Prozent-Kommunen zur zentralisierten Stromversorgung</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/05/energiewende-in-laos-von-100-prozent-kommunen-zur-zentralisierten-stromversorgung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=energiewende-in-laos-von-100-prozent-kommunen-zur-zentralisierten-stromversorgung</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/05/energiewende-in-laos-von-100-prozent-kommunen-zur-zentralisierten-stromversorgung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 May 2012 08:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Zuber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende weltweit]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkraft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3274</guid>
		<description><![CDATA[„Der Elektrizitätsmarkt in Laos verändert sich momentan rasant“, berichtet Gregoire Pelletreau von Lao Institute for Renewable Energies (LIRE): „Seit Mitte der 90er Jahre ist der Elektrifizierungsgrad von etwa 15 auf 74 Prozent gestiegen. Bis 2020 sollen es 90 Prozent sein.“ Im ganzen Land zeugen Staudammprojekte und neue Strommasten von dieser Energiewende. Dezentrale Energien werden in Laos von den massiv steigenden Stromerzeugungskapazitäten zurückgedrängt. Zehnter Teil des Reiseblogs „Energiewende weltweit?“. Der Wandel läßt sich in ganz Laos...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Der Elektrizitätsmarkt in Laos verändert sich momentan rasant“, berichtet Gregoire Pelletreau von Lao Institute for Renewable Energies (LIRE): „Seit Mitte der 90er Jahre ist der Elektrifizierungsgrad von etwa 15 auf 74 Prozent gestiegen. Bis 2020 sollen es 90 Prozent sein.“ Im ganzen Land zeugen Staudammprojekte und neue Strommasten von dieser Energiewende. Dezentrale Energien werden in Laos von den massiv steigenden Stromerzeugungskapazitäten zurückgedrängt. Zehnter Teil des Reiseblogs „Energiewende weltweit?“. </strong></p>
<p>Der Wandel läßt sich in ganz Laos beobachten. Zum Beispiel nahe Phonsavan: „Seit acht Monaten ist unser Dorf ans Stromnetz angeschlossen“, erzählt ein Landwirt vor seiner Bambushütte, während im Hintergrund der Fernseher läuft. „Vorher hatten wir nur etwas Licht von einer kleinen Wasserkraftanlage im nahegelegenen Fluss.“ 60.000 dieser erneuerbaren Mini-Wasserkraftwerke existieren in Laos, <a href="http://www.lao-ire.org/Programs/hydropower.html">schätzt LIRE</a>. Improvisiert zusammengebastelt sehen sie oft aus wie kleine Bootsmotoren. Die Bauteile dafür finden sich auf lokalen Märkten. Aber die Zahl dieser Anlagen dürfte derzeit kontinuierlich abnehmen.</p>
<p>Die fünf Minikraftwerke in Paknern am Nern-Fluss etwa könnten bald schon außer Betrieb genommen werden. Das Dorf am Mekong liegt unterhalb der Stelle, wo der Xayabury-Staudamm entstehen soll. Die Bewohner sollen umgesiedelt werden und Zugang zum Stromnetz bekommen. In Ban Namkoy inmitten des Urwalds werden die Generatoren in den Stromschnellen hingegen noch etwas länger die einzige Stromquelle für die 16 hier lebenden Familien bleiben. Aber die Energiewende kommt näher: In nur vier Stunden Fußmarsch Entfernung fräsen Bagger bereits eine neue Straße zu einem Staudammprojekt am Fluss Nam Ha in den Hang. Lokalen Widerstand gegen ökologische oder soziale Auswirkungen dieser Bauvorhaben gibt es in Laos übrigens nicht. Wer protestiert, verschwindet, wie man hinter vorgehaltener Hand immer wieder hört. Und für die Anbindung ans Stromnetz seien die Menschen natürlich dankbar.</p>
<p><strong>Laos wird zur „Batterie Südostasiens“ – auch ohne Erneuerbare</strong></p>
<p>„Die laotische Regierung hat sich vorgenommen, das Land zur ‚Batterie Südostasiens‘ zu machen“, sagt Samuel Martin, der für die <a href="http://helvetas-laos.org/la/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=23&amp;Itemid=38&amp;lang=en">Nichtregierungsorganisation HELVETAS Swiss Intercooperation ein Projekt zu ländlichen Elektrifizierung</a> leitet. Mit der Elektrifizierung und steigenden Deviseneinahmen wolle Laos seinen Status als Least Developed Country überwinden. <a href="http://www.poweringprogress.org/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=272&amp;Itemid=2">Nicht weniger als 70 Vorhaben zum Bau von Wasserkraftwerken unterstützt die Regierung</a>. Die neuen Erzeugungskapazitäten, 2011 lagen diese bei 2,5 Gigawatt, dienen in Zukunft vor allem dem Export. Der hohe Anteil der Wasserkraft von derzeit 99 Prozent werde allerdings ab 2015 zurückgehen: In Hongsa soll dann ein Kohlekraftwerk mit 1800 MW am Netz sein, befeuert mit heimischer Kohle. „Für die dezentrale Versorgung bedeuteten diese Investitionen einen Rückschritt. ‚Kleine‘ Erneuerbare Energien spielen in den Plänen der laotischen Regierung keine Rolle“, bringt es Martin auf den Punkt.</p>
<p>Ein steigender Anteil dezentraler Erneuerbarer Energien gilt nicht überall auf dem Globus als erstrebenswerte Entwicklung, wie das Beispiel Laos lehrt. Auch das gehört zur Realität der weltweiten Energiewende.</p>
<p><strong>Reiseblog: Energiewende weltweit?</strong></p>
<div id="attachment_2444" class="wp-caption alignleft" style="width: 90px"><a rel="attachment wp-att-2444" href="http://www.ee-blog.de/2011/12/energiewende-weltweit-kalifornien-here-comes-the-sun/fabian-zuber-unterwegs/"><img class="size-thumbnail wp-image-2444" title="Fabian Zuber Foto: privat" src="http://www.ee-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Fabian-Zuber-Unterwegs-80x60.jpg" alt="Fabian Zuber Foto: privat" width="80" height="60" /></a><p class="wp-caption-text">Fabian Zuber Foto: privat</p></div>
<p>Fabian Zuber – Jahrgang 1976, Kulturwirt,  Public Affairs Manager  a.D.     und Photovoltaikexperte, derzeit  unterwegs auf den Spuren der      weltweiten Energiewende für den EE-Blog.</p>
<p>Wenn in Deutschland über die Energiewende gestritten wird, sind es      häufig globale Herausforderungen, die als Argumente für den Ausbau der      erneuerbaren Energien herangezogen werden. Aber lösen die  kollektiven     Bedrohungen vom Klimawandel über Fukushima und die   Ressourcenknappheit    in anderen Ländern einen vergleichbaren   energiewirtschaftlichen  Schwenk   aus? Auf die Suche nach den   argumentativen Triebfedern und  Blockaden   beim weltweiten Ausbau der   erneuerbaren Energien reist  EE-Blog-Autor   Fabian Zuber durch eine   Reihe von Ländern rund um den  Globus.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch diese Episoden aus unserem Energie-Reiseblog:</strong></p>
<p><a href="../2012/03/kambodscha-energiespeicher-als-stromquelle/">- Kambodscha: Energiespeicher als Stromquelle</a><strong><br />
</strong></p>
<p>-<a href="../2012/04/2012/03/2012/03/2012/03/2012/01/insellosungen-moorea-franzosisch-polynesien/"> Insellösungen: Moorea, Französisch Polynesien</a></p>
<p>- <a href="../2012/04/2012/03/2012/03/2012/03/2012/01/inselsorgen-rangiroa-franzosisch-polynesien/">Inselsorgen: Rangiroa, Französisch Polynesien</a></p>
<p>- <a href="../2012/04/2012/03/2012/03/2012/03/2011/12/energiewende-weltweit-kalifornien-here-comes-the-sun/">Energiewende weltweit? Kalifornien: Here Comes the sun</a></p>
<p><a href="../2012/04/2012/03/2012/03/2012/02/neuseeland-%E2%80%9Ewhat-is-energiewende%E2%80%9C/">- Neuseeland: “What is Energiewende”</a></p>
<p><a href="../2012/04/2012/03/2012/03/2012/02/australien-energiewende-%E2%80%9Edown-under%E2%80%9C/">- Australien: Energiewende “Down Under”</a></p>
<p><a href="../2012/04/2012/03/energiewende-in-thailand-same-same-%E2%80%93-but-different/">-Energiewende in Thailand? Same, same but different.</a></p>
<p><a href="../2012/04/2012/03/energiewende-in-myanmar-endlich-strom-haben/">-Myanmar: Endlich Strom haben</a></p>
<p><a href="http://www.ee-blog.de/2012/04/energiewende-in-vietnam-%E2%80%9Eerneuerung%E2%80%9C-%E2%80%93-bisher-wenig-erneuerbar/">- Energiewende Vietnam: &#8220;Erneuerung&#8221;- bisher wenig erneuerbar<br />
</a></p>
<h2></h2>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/05/energiewende-in-laos-von-100-prozent-kommunen-zur-zentralisierten-stromversorgung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Steuergeld für die Ladesäulen?</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/04/steuergeld-fur-die-ladesaulen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=steuergeld-fur-die-ladesaulen</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/04/steuergeld-fur-die-ladesaulen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Wiedemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Ladesäulen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3265</guid>
		<description><![CDATA[Es war ein Traum, der nicht in Erfüllung ging: Mit Ladesäulen für Elektroautos wollten die Energieversorger einst viel Geld verdienen. Nun fordern die Unternehmen gemeinsam mit der Automobilindustrie 750 Million Euro für den Aufbau von Tausenden öffentlichen Steckern. Ist das sinnvoll? Vor zwei Jahren erreichte der Hype um die Elektromobilität einen vorläufigen Höhepunkt. Die Energieversorger lieferten sich ein Wettrennen darum, wer denn am meisten Ladesäulen für die zu erwartende Armada an Elektroautos aufstellen würde. RWE...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war ein Traum, der nicht in Erfüllung ging: Mit Ladesäulen für Elektroautos wollten die Energieversorger einst viel Geld verdienen. Nun fordern die Unternehmen gemeinsam mit der Automobilindustrie 750 Million Euro für den Aufbau von Tausenden öffentlichen Steckern. Ist das sinnvoll?</strong><span id="more-3265"></span></p>
<p>Vor zwei Jahren erreichte der Hype um die Elektromobilität einen vorläufigen Höhepunkt. Die Energieversorger lieferten sich ein Wettrennen darum, wer denn am meisten Ladesäulen für die zu erwartende Armada an Elektroautos aufstellen würde. RWE kündigte an, allein in Berlin 500 Säulen zu installieren. Aus Unternehmenssicht ein Coup, schließlich konnten die Essener damit im Vattenfallland an jeder Ecke prominent das eigene Firmenlogo platzieren.</p>
<p>Allein, die Rechnung ging nicht auf: die Straßenrandsteckdosen kosten in erster Linie Geld: &#8220;<a href="http://www.ee-blog.de/2012/01/elektromobilitat-energieversorger-brauchen-langen-atem/">Wir hatten vor drei Jahren noch die romantische Vorstellung, dass man  innerhalb der nächsten zehn Jahre Ladesäulen aufstellen sollte, um über  den Stromverkauf Geld zu verdienen. Das ist aus heutiger Sicht  unrealistisch&#8221;,</a> räumte RWE-Effizienzchef Ingo Alpheus vor einigen Monaten ein. Selbst wenn einmal eine größere Anzahl von E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollte, wird deren Energiebedarf nicht groß genug sein, um Wartung und Unterhalt der bis zu 10 000 Euro teuren Säulen von RWE, Eon und Co. zu refinanzieren.</p>
<p>Nun prescht Eon-Vorstandsmitglied Klaus Dieter Maubach vor und fordert in der FAZ von der Bundesregierung 750 Millionen Euro Fördergeld für den Bau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur. Woher das Geld kommen soll weiß er auch: Aus einer Umlagefinanzierung, ähnlich wie bei den erneuerbaren Energien, aus der KFZ-Steuer oder aus einem Aufschlag auf die Netzentgelte , die die Energieversorger erheben. Im Klartext bedeutet dies, die Öffentlichkeit soll den Energieversorgern eine Infrastruktur finanzieren, über die diese später ihren Strom verkaufen können.</p>
<p>Eine Milliarde bis 2014</p>
<p>Die Bundesregierung hat seit 2011  rund 660 Millionen Euro an Fördergeldern für Elektromobilität an Energieversorger, Automobilindustrie und Forschungsinstitute ausgegeben. Bis 2014 fließt eine weitere Milliarde. Verkehrsexperten sehen dies bereits mit Skepsis „Es ist nicht hinnehmbar, dass die großen Hersteller in Zeiten von Rekordgewinnen noch Subventionen erhalten“, meint etwa Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD).</p>
<p>Völlig unklar ist zudem, wieviel öffentliche Ladeinfrastruktur überhaupt gebraucht wird, wenn einmal eine Million Elektroautos und mehr  auf deutschen Straßen unterwegs sind. Die Nationale Plattform Elektromobilität geht von einem Gesamtbedarf von 900 000 Ladepunkten aus, der Großteil allerdings nicht im öffentlichen Raum, sondern Zuhause oder am Arbeitsplatz . Anaylsen, etwa der <a href="http://www.neueenergie.net/fileadmin/ne/ne_inhalte/dokumente/NE_04_10_Elektromobilit_t.pdf">Unternehmensberatung Bain&amp;Company , haben gezeigt, dass nur 15 Prozent aller potentiellen Elektroautofahrer auf öffentliche Ladepunkte angewiesen sind</a>. Die lassen sich aber auch mit vergleichweise wenig Aufwand in Parkhäusern installieren.</p>
<p>Sinnvoller angelegt wäre das Geld sicher im Ausbau der Stromnetze, die mit den wachsenden Anteilen an erneuerbaren Energien in einigen Regionen Deutschlands zunehmend überfordert sind.</p>
<p><a href="www.neueenergie.net">Mehr zum Thema lesen Sie in der Mai-Ausgabe der neue energie, ab 9. Mai an allen Bahnhofskiosken. </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/04/steuergeld-fur-die-ladesaulen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mehr Solarenergie</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/04/mehr-solarenergie/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mehr-solarenergie</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/04/mehr-solarenergie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 15:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Wiedemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kilowatt]]></category>
		<category><![CDATA[Direktvermarktung]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[PV]]></category>
		<category><![CDATA[Solarenergie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3253</guid>
		<description><![CDATA[Steuert die PV-Branche im ersten Quartal auf einen neuen Zubaurekord zu? Die Vermutung liegt nahe, dass vor Inkrafttreten der neuen Einspeisetarifel noch eifrig Module auf die Dächer geschraubt wurden. Die Bundesnetzangentur hält sich noch bedeckt. Nach Meinung verschiedener Experten dürfte der Zubau jedoch bei mindestens zwei Gigawatt gelegen haben. Rekordverdächtig war in den ersten Monaten des Jahres in jedem Fall die Stromerzeugung aus PV, sie lag mit 3,9 Milliarden Kilowattstunden rund 40 Prozent über dem...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steuert die PV-Branche im ersten Quartal auf einen neuen Zubaurekord zu? Die Vermutung liegt nahe, dass vor Inkrafttreten der neuen Einspeisetarifel noch eifrig Module auf die Dächer geschraubt wurden. Die Bundesnetzangentur hält sich noch bedeckt. Nach Meinung verschiedener Experten dürfte der Zubau jedoch bei mindestens zwei Gigawatt gelegen haben.<span id="more-3253"></span></p>
<p>Rekordverdächtig war in den ersten Monaten des Jahres in jedem Fall die Stromerzeugung aus PV, sie lag mit 3,9 Milliarden Kilowattstunden rund 40 Prozent über dem Wert des ersten Quartal 2011. Ebenfalls auf Wachstumskurs, die Solathermie. Mit 219000 Quadratmeter wurde im ersten Quartal sieben Prozent mehr Kollektorfläche verkauft als im vergleichenbaren Vorjahreszeitraum. Ein Grund dafür ist laut Bundesverband Solarwirtschaft die Preisentwicklung bei den fossilen Brennstoffen.</p>
<p>Direktvermarktung legt zu</p>
<p>Ebenfalls im kontinuierlichen Aufwärtstrend ist die Zahl der Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen, die den produzierten  Strom direkt vermarkten. Im Mai waren 21 600 Megwatt an installierter Leistung in der Direktvermarktung, das entspricht einen Plus von 1200 MW gegenüber dem Vormonat.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/04/mehr-solarenergie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dänemark als Innovationsmotor für Biokraftstoffe der nächsten Generation in Europa</title>
		<link>http://www.ee-blog.de/2012/04/danemark-als-innovationsmotor-fur-biokraftstoffe-der-nachsten-generation-in-europa/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=danemark-als-innovationsmotor-fur-biokraftstoffe-der-nachsten-generation-in-europa</link>
		<comments>http://www.ee-blog.de/2012/04/danemark-als-innovationsmotor-fur-biokraftstoffe-der-nachsten-generation-in-europa/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 08:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ron Kirchner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kilowatt]]></category>
		<category><![CDATA[Biokraftstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Cellulose-Ethanol]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Novozymes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ee-blog.de/?p=3234</guid>
		<description><![CDATA[Seit dem 1. Januar 2012 hat Dänemark für ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union eingenommen, wobei eine der vier dänischen Prioritäten die Förderung eines grüneren Europas ist. Dänemark möchte seine Amtszeit vor allem dafür nutzen, dass der Einsatz von erneuerbaren Energien in der EU auch über das Jahr 2020 hinaus forciert wird. In einem Bereich der erneuerbaren Energien ist Dänemark bereits heute einer der weltweiten Innovationsführer. Neben dem Flaggschiff Novozymes möchte...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit dem 1. Januar 2012 hat Dänemark für ein halbes Jahr den Vorsitz  im Rat der Europäischen Union eingenommen, wobei eine der vier dänischen  Prioritäten die Förderung eines grüneren Europas ist. Dänemark möchte  seine Amtszeit vor allem dafür nutzen, dass der Einsatz von erneuerbaren  Energien in der EU auch über das Jahr 2020 hinaus forciert wird. In  einem Bereich der erneuerbaren Energien ist Dänemark bereits heute einer  der weltweiten Innovationsführer. </strong><span id="more-3234"></span></p>
<p>Neben dem Flaggschiff Novozymes möchte ich eine Auswahl der  vielversprechendsten Unternehmen und Konzepte aus Dänemark kurz  vorstellen. Beim diesjährigen <a title="World Biofuels Markets in Rotterdam" href="http://www.biomasse-nutzung.de/wbm-rotterdam-biokraftstoffe-international/" target="_blank">Besuch der World Biofuels Markets</a> in Rotterdam war ich offen gesagt etwas überrascht, wie auffällig  häufig dänische Unternehmen mit den innovativsten Konzepten zur  Herstellung von nextgen Biokraftstoffen vertreten waren. Vor allem bei  der Entwicklung von Technologien und Verfahren zur Vorbehandlung und  Verarbeitung von Biomasse für die Herstellung von Cellulose-Ethanol kann  man schon von einer Dominanz der Dänen sprechen.</p>
<p>Der interessante Blogartikel „<a title="Energiewende in Dänemark von Cornelia Daniel" href="http://www.dachgold.eu/engiewende-auf-danisch" target="_blank">Energiewende auf dänisch – wo Fakten bereits Fakten sind</a>“  von Cornelia Daniel zeigt, dass Dänemark die Energiewende sehr ernst  nimmt und bereits bis 2050 einen 100-prozentigen Umstieg anstrebt.</p>
<p>Lassen sie uns nun direkt in die innovativen Unternehmen zur  Herstellung von Biokraftstoffen der nächsten Generation in Dänemark  gehen.</p>
<h2>Das Cellulose-Ethanol der Zukunft kommt aus Dänemark</h2>
<p>In der folgenden Auflistung werde ich mich auf die Vorstellung  derjenigen dänischen Konzepte und Unternehmen konzentrieren, die  vielfach den Ton in ihrem Segment der Biokraftstoffherstellung angeben.</p>
<h2>Novozymes  – Enzyme für wettbewerbsfähiges Cellulose-Ethanol</h2>
<p>Natürlich muss die Liste mit <a title="Novozymes Enzyme für Cellulose-Ethanol aus Dänemarkt" href="http://www.novozymes.com/en/Pages/default.aspx" target="_blank">Novozymes</a> beginnen, welches zu den schillerndsten Beispielen für die  Weiterentwicklung der Biokraftstoffe weltweit gehört. Novozymes kann  ohne Probleme in einem Atemzug mit Amyris, Solazyme oder POET genannt  werden.</p>
<p>Mit 5.000 Angestellten und einem Jahresumsatz von 2 Milliarden Euro  hat sich Novozymes im Biokraftstoffbereich auf die Herstellung von  Enzymen zum Aufschluss von Biomasse spezialisiert. Erklärtes Ziel ist  die Herstellung von Cellulose-Ethanol, welches wettbewerbsfähig mit  Corn-Ethanol ist.</p>
<p>Erst in den letzten Wochen hat Novozymes bekannt gegeben, dass mit  Cellic CTec3 ein Enzym entwickeln werden konnte, welches die Herstellung  von Cellulose-Ethanol nur noch mit Kosten zwischen 10-25 Cent pro Liter  belastet. Ermöglicht wird dies durch ein Enzym, welches um den Faktor 5  effizienter ist, als vergleichbare Produkte auf dem Markt. Statt bisher  250 kg Enzym pro Tonne Cellulose-Ethanol werden bei der neuesten  Novozymes Variante nur noch 50 kg pro Tonne benötigt.</p>
<div id="attachment_6631"><img title="Enzymmenge für Cellulose-Ethanol Herstellung Novazymes" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Enzymmenge-f%C3%BCr-Cellulose-Ethanol-Herstellung-Novazymes.png" alt="Übersicht Enzymeinsatz durch Novozymes für Cellulose-Ethanol " width="550" height="292" />Wege zum Cellulose-Ethanol werden immer effizienter und kostengünstiger</p>
</div>
<p>Als Konsequenz aus dieser Kostensenkung erreicht das unter der  Verwendung von Celltic CTec3 hergestellte Bioethanol einen Marktpreis,  der mit Bioethanol aus Mais mithalten kann. Und da der Marktpreis  aktuell noch das entscheidende Marktzugangskriterium in diesem Markt  ist, dürfte das Interesse an diesem Biokraftstoff der nächsten  Generation entsprechend groß sein.</p>
<p>Der Aussage des Unternehmenssprechers Poul Ruben Andersen zur Folge  sieht Novozymes in der Erbringung des Upscale-Beweises für verschiedene  Cellulose-Ethanol-Technologie noch die aktuell größte Herausforderung.  Dieser Beweis ist unumgänglich, um die notwendigen und nicht  unerheblichen Investitionen zum Aufbau einer Industrie zu gewinnen.</p>
<h2>BioGasol – Reaktortechnologie für Cellulose-Ethanol aus Dänemark</h2>
<p><a title="BioGasol Reaktortechnologie für Biokraftstoffe aus Dänemark" href="http://www.biogasol.com/Biofuels-79.aspx" target="_blank">BioGasol</a> wurde im Jahr 2006 als Spin-Out der Technischen Universität Dänemark  gegründet und ist mit aktuell 20 Mitarbeitern ein kleines und  hochspezialisiertes Unternehmen im Umfeld der erneuerbaren Energien.</p>
<p>BioGasol konzentriert sich ebenfalls auf die Optimierung des  Aufschlusses von stark zellulosehaltiger Biomasse und optimiert die  hierzu benötigte Reaktortechnologie und den Reaktorbetrieb. Dabei wird  sowohl der biochemische, als auch der thermochemische Weg erforscht. Bei  der Frage, ob ein kontinuierliches oder ein semi-batch Verfahren  gewählt wird, ist man bei BioGasol offen und testet beide Wege zur  Entwicklung von Biokraftstoffen der nächsten Generation.</p>
<p>Zu den verwendeten Biomasse-Rohstoffen (Feedstocks) gehören auch  Reststoffe der Landwirtschaft (z.B. Stroh), womit das Unternehmen einen  ähnlich innovativen Fokus wie die VERBIO AG verfolgt. VERBIO hat erst  vor wenigen Wochen die weltweit erste Strohverarbeitungsanlage zu <a title="Herstellung von Biomethan aus Stroh" href="http://www.biomasse-nutzung.de/biomethan-stroh-abwasser-algenfarm/" target="_blank">Herstellung von Biomethan </a>eingeweiht.</p>
<p>Aktuell baut BioGasol für die effiziente Verarbeitung von C5-Zuckern internationale Partnerschaften auf.</p>
<h2>Inbicon – Mit der Pyrolyse zum Cellulose-Ethanol</h2>
<p><a title="Inbicon Pyrolyse für Cellulose-Ethanol aus Dänemark" href="http://www.inbicon.com/pages/index.aspx" target="_blank">Inbicon</a> wurde 2007 gegründet und gehört zu DONG energy, welche mit 5.100  Beschäftigten die größte Energie-Gruppe Dänemarks ist. Dong energy hat  erst zu Beginn dieser Woche bekannt gegeben, dass 3 seiner mit Kohle und  Erdgas betriebenenen Kraftwerke (insgesamt 1 GW) für 600 Millionen Euro  auf Biomasse umgestellt werden.</p>
<p>Inbicon betreibt die aktuell größte Cellulose-Ethanol Anlage der Welt  (!) in Kalundborg, Dänemark. Die Anlage bringt eine Jahresproduktion  von 5.4 Millionen Litern dieses erneuerbaren Ethanols der nächsten  Generation auf die Waage.</p>
<p>Das Verfahrensspektrum von Inbicon ist sehr breit angelegt und reicht  von der mechanischen, über die hydrothermale bis hin zur enzymatischen  (Vor-)Behandlung von Biomasse. Als hydrothermales Verfahren wird eine  Low-Pyrolysis angewandt, bei der die nachwachsenden Rohstoffe mit  Temperaturen von maximal 200 Grad Celsius konfrontiert werden.</p>
<div id="attachment_6632"><img title="Cellulose-Ethanol Biokraftstoff Anlage Inbicon Dänemark" src="http://www.biomasse-nutzung.de/wp-content/bilder/Cellulose-Ethanol-Biokraftstoff-Anlage-Inbicon-D%C3%A4nemark.jpg" alt="Biokraftstoff-Anlage für Cellulose-Ethanol von Inbicon" width="550" height="236" />Größte Anlage zur Herstellung von Cellulose-Ethanol der Welt | Inbicon</p>
</div>
<p>Für die enzymatische Vorbehandlung bezieht Inbicon die Enzyme vom  nationalen Partner Novozymes (siehe oben) oder von Genencor. Die Rate  zur Gewinnung von Zucker durch den Aufschluss von Cellulose,  Hemicellulose und Lignin ist bei dem verwendeten Verfahren doppelt so  hoch wie bei bisherigen Verfahren zur Herstellung von Cellulose-Ethanol.</p>
<p>Für die erfolgreiche Kombination von klassischer und nextgeneration  Ethanol-Technologie wurde die dänische Inbicon auf der diesjährigen  World Biofuels Markets als Bioethanol Cooperation 2011 ausgezeichnet.</p>
<h2>Haldor Topsoe – Katalysatoren für Biodiesel aus Abfall</h2>
<p>Das nach seinem Gründer benannte Unternehmen <a title="Haldor Topsoe Herstellung von Biokraftstoffen in Dänemark" href="http://www.topsoe.com/" target="_blank">Haldor Topsoe</a> aus Dänemark hat sich die Entwicklung und das Upscaling von Biodiesel der 2.Generation zum Ziel gesetzt.</p>
<p>Um dieses Ziel zu erreichen, geht das 1940 gegründete Unternehmen  verschiedene Wege. Die weitreichendste Erfahrung und somit auch der  Schwerpunkt von Haldor Topsoe liegen in der Entwicklung von effektiveren  Katalysatoren für eine optimierte Umwandlung verschiedener  Biomasse-Feedstocks in nextgen Biodiesel. Die eingesetzte  Rohstoffpalette reicht von Pflanzenöl, über Tallöl bis hin zu Tierfetten  und Talg. Allein von Tallöl, einem Nebenprodukt der  Zellstoffproduktion, fallen allein in Skandinavien jedes Jahr 500.000  Tonnen an.</p>
<p>Mit einem breiten Spektrum an Katalysatoren und dem Einsatz eines  verbesserten Reaktordesigns soll vor allem die deutlich flexiblere  Biodieselherstellung (Feedstocks, Herstellungstemperaturen) ermöglicht  werden.</p>
<h2>Skandinavien setzt auf Biokraftstoffe</h2>
<p>Neben Dänemark sind auch Schweden und Finnland  (<a title="Neste Oil für Biodiesel made in Finland" href="http://www.biomasse-nutzung.de/nexbtl-biodiesel-biokraftstoff-neste-oil-rotterdam/" target="_blank">Neste Oil</a>)  sehr aktiv bei der Entwicklung und Einführung von innovativen  Biokraftstoffen. Skandinavien setzt bei der Umstellung des eigenen  Verkehrssektors auf erneuerbare Energien verstärkt auf Bioethanol&amp;  Co und verwendete diese bereits im öffentlichen Nahverkehr (Stockholm)  und unterstützt den Einsatz von Speditionen.</p>
<p>Ich bin gespannt, welches Land in Europa als erstes höhere  Kraftstoffblends wie E20 einführen wird. Was glaube sie, welches Land  das sein wird?</p>
<div id="attachment_3236" class="wp-caption alignleft" style="width: 82px"><a rel="attachment wp-att-3236" href="http://www.ee-blog.de/2012/04/danemark-als-innovationsmotor-fur-biokraftstoffe-der-nachsten-generation-in-europa/kirchner_ron_entry/"><img class="size-thumbnail wp-image-3236 " title="Foto: Kirchner" src="http://www.ee-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/kirchner_ron_entry-80x60.jpg" alt="Foto: Kirchner" width="72" height="54" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Kirchner</p></div>
<p>Ron Kirchner betreibt den Blog <a href="http://www.biomasse-nutzung.de/">BiomassMuse</a>, der sich mit Bioenergienutzung beschäftigt. Er ist studierter Umweltingenieur und lebt in Berlin.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ee-blog.de/2012/04/danemark-als-innovationsmotor-fur-biokraftstoffe-der-nachsten-generation-in-europa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

