Tag-Archiv: EEG-Umlage

“Wir alle tragen die Energiewende”

Das ist keine Parole. Es ist die Realität. Nach der Verkündung der EEG-Differenzkosten wurden die Erneuerbaren mit unfairen Argumenten bekämpft. Sachlich bleiben: Die Erneuerbaren sind nicht der Preistreiber. Die einseitigen Darstellungen der alten Energiekonzerne und ihrer politischen wie medialen Steigbügelhalter hinterlassen eine unheilvolle Wirkung.

Fossile endlich ehrlich bewerten

Beim Geld hört die Freundschaft auf. Und bei Wählerstimmen auch. Lange Zeit war das Bundesumweltministerium ein verlässlicher Partner der Erneuerbaren-Branche. Auch wenn sich die Regierungsfarben änderten, konnten die Vertreter von Sonne, Wind und Co mit relativer Sicherheit von stabilen Rahmenbedingungen ausgehen. Doch mit diesem Gleichklang im Geiste scheint es vorbei zu sein.

Die Lüge vom teuren Ökostrom

Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagt in diesen Tagen gebetsmühlenartig: „Die Erneuerbaren Energien sind wesentlich schuld am steigenden Strompreis.“ Und viele Journalisten beten das Märchen vom teuren Ökostrom unreflektiert nach. Doch wissenschaftliche Studien belegen, dass Sonnen-, Wind- und Wasserkraftstrom schon heute billiger sind als Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken.

Heizkessel-Abwrackprämie

Kommt sie oder kommt sie nicht? Die Abwrackprämie für alte Heizkessel, um den 14-Prozent-Anteil an Ökowärme bis 2014 noch zu schaffen: Das ist schließlich das Ziel der Bundesregierung. Erst waren Informationen über einen Entwurf aus dem Bundesumweltministerium gesickert, dann ruderte Peter Altmaier zurück. Spannend dabei: Was da derzeit auf Altmaiers Schreibtisch liegt, das deckt sich mit dem Wärmeprämienmodell des Bundesverbands Erneuerbare Energie.

BSW: “Förderdeckel würde Hauhaltsstrompreise kaum reduzieren”

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) wehrt sich gegen aufflammende Forderungen, den Solarzubau zu deckeln. Grund sind unerwartet hohe Installationszahlen im Jahr 2011. Der BSW hat dazu ein Gutachten zu Kosten der Solarstromförderung erstellen lassen. Darin errechneten die Analysten der Prognos AG, dass ein jährlicher Zubau von vier Gigawatt an Photovoltaikleistung bis 2016 (das wäre eine Steigerung des Solarstromanteils von jetzt vier auf 6,8 Prozent) einen solarbedingten Anstieg des Verbraucherstrompreises von nur 1,9 Prozent bedeuten würde.
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